14.12.2001

HAUSMITTEILUNG2001

Zu den Daten, Namen und Nachrichten, die sich unauslöschlich ins kollektive Gedächtnis der Menschheit eingraben, gehört mit Sicherheit jener apokalyptische Tag, an dem eine Hand voll mörderischer Islamisten das "Herz der Zivilisation" angreifen: Die Welt ist tief geschockt, als am 11. September drei Flugzeuge auf New York und Washington stürzen und Tausende Menschen umbringen. Die Jahreschronik dokumentiert diese epochale Tragödie auf 32 Sonderseiten. Sie zeigen die Bilder des Grauens und rekapitulieren die Geschichte des Terrorangriffs, den Krieg der Amerikaner gegen die afghanischen Taliban-Gotteskrieger und die Jagd auf den Terrorchef Osama Bin Laden (Seite 14).
An der Hamburgischen Staatsoper, wo er lange Stammgast war, feierte der Startenor und Dirigent Plácido Domingo 1975 einen seiner größten Triumphe - als Titelheld im "Othello", einem Hauptwerk seines Belcanto-Abgotts Giuseppe Verdi. Domingo hat alle Tenorarien des Italieners gesungen und einen Großteil seiner Opern dirigiert. Und so bekam Helmut Sorge, SPIEGEL-Korrespondent in Los Angeles, mühelos eine Zusage, als er den Künstler um eine Hommage zum 100. Todestag des genialen Tonsetzers bat. Einen Domingo-Wunsch reicht er hiermit weiter: "Ich würde gern wieder in Hamburg singen" (Seite 54).
Norbert Blüm ist ein geselliges Multitalent - Talkshow-Entertainer, Rate-Onkel im Privatfernsehen, und weil der Ex-Arbeitsminister partout "nicht nur als Polit-Ruine in Erinnerung bleiben" möchte, schreibt er auch noch Kinderbücher. Als eingeschworener Kinderfreund feiert er nun eine Kultfigur des Fernsehens: das 30-jährige Jubiläum der weisen und pfiffigen "Sendung mit der Maus" (Seite 126).
Der Schweizer Botschafter Thomas Borer-Fielding ist "privilegiert - das schleckt keine Geiß weg": Er residiert in Berlin direkt neben dem neuen Kanzleramt. Auch seiner Ehefrau Shawne, Glamour-Queen der Hauptstadt-Society, gefällt der nachbarschaftliche Monumentalbau, der "wie eine Sphinx über Deutschland wacht". SPIEGEL-Redakteur Jürgen Hogrefe, den Borers auch privat verbunden, ermunterte den Botschafter zu einer kleinen Tour d'Horizon im Spreebogen: Ein eidgenössischer Applaus für die Stadt, den Kanzler und sein weißes Haus (Seite 152).
Seit dem 1. August können Schwule und Lesben in eheähnlicher "Verpartnerung" leben - eine kleine Revolution in Deutschland. Die Kabarettistin Maren Kroymann, bekennend lesbisch, die der Homo-Ehe zunächst eher ablehnend gegenüberstand ("Wo ist da der Fortschritt?"), beschreibt ihren Sinneswandel: Die Debatte zeige, wie "ein Gesetz das Bewusstsein der Menschen" positiv verändern kann (Seite 228).
Seit Jahresbeginn leisten Frauen in der Bundeswehr Dienst an der Waffe - misstrauisch beäugt von der Kommisskopp-Fraktion. Wie also vertragen sich die Damen und Herren in den Streitkräften? SPIEGEL-Redakteurin Susanne Koelbl porträtiert eine Offizieranwärterin und resümiert die erste Schnupperphase (Seite 297).

SPIEGEL Chronik 54/2001
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