12.12.2007

NORDIRLANDVersöhnung in Belfast

Nordirland erlebt einen historischen Tag: Katholiken und Protestanten beenden einen jahrzehntelangen mörderischen Bürgerkrieg und bilden eine gemeinsame Regierung mit zwei ehemaligen Todfeinden an der Spitze. Premierminister wird der Vorsitzende der protestantischen Unionisten-Partei DUP, der bullige Geistliche Ian Paisley. Als sein Stellvertreter amtiert ein ehemaliger IRA-Kämpfer, der katholische Sinn-Fein-Politiker Martin McGuinness. Vorausgegangen war ein Streit über die endgültige Entwaffnung der katholischen Untergrundorganisation IRA. Paisley hatte überdies verlangt, Sinn Fein müsse die nordirische Polizei "anerkennen" und mit ihr zusammenarbeiten. Die britische Armee beendet damit ihren Einsatz in der Krisenprovinz. Nun will die protestantisch-katholische große Koalition einen "Neuanfang", der "uns zurück zu Frieden und Wohlstand führen" soll.

SPIEGEL Chronik 54/2007
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