09.12.2009

KLIMASCHUTZDie Endlichkeit der Glühbirne

Seitenlange Eingaben deutscher EU-Parlamentarier haben nichts genützt: Es bleibt beim Aus für die 1879 von Thomas Alva Edison entwickelte erste brauchbare Glühlampe. Mit 44 zu 14 Stimmen lehnt der Umweltausschuss des Europaparlaments den Antrag ab, Einspruch gegen die von der Brüsseler Kommission beschlossene Abschaffung zu erheben. Schon vom September an dürfen keine 100-Watt-Birnen mehr verkauft werden, 2010 folgen Glühbirnen mit einer Leistung von 75 Watt, und vom Herbst 2012 an dürfen selbst 25-Watt-Birnen nicht mehr auf den Ladentisch. Laut EU-Kommission, die auch schon zu so fundamentalen Fragen wie der erlaubten Krümmung von Salatgurken wegweisende Verordnungen erlassen hat, werden durch das Verbot 15 Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr eingespart. Denn die unter Strom stehenden Fädchen setzen tatsächlich nur fünf Prozent ihrer Energie in Licht um, der Rest verpufft als Wärme. Sparlampen hingegen verbrauchen bis zu 75 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen. Der höhere Anschaffungspreis von Leuchtstoff-, Halogen- oder LED-Lampen wird zudem durch eine deutlich längere Lebensdauer ausgeglichen.

SPIEGEL Chronik 54/2009
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