30.11.2009

Liebe und Lüge

Ein Film aus der Welt der Bücher: Alain Gsponers bemerkenswerte Romanverfilmung „Lila, Lila“.
David Kern schlägt sich als Kellner durch sein langweiliges Leben, ohne besondere Fähigkeiten oder Ziele. Bis er sich in die Studentin Marie verliebt, die ihm mit der gleichen Indifferenz begegnet wie alle anderen auch. Doch dann findet er ein Romanmanuskript, er gibt es Marie und sich als Autor aus, um sie zu beeindrucken. Sie ist begeistert und schickt es weiter an einen Verlag. Schon bald ist David Kern der neue Star des Literaturbetriebs. Der Schweizer Regisseur Alain Gsponer ("Das wahre Leben") hat aus dem Stoff, der Martin Suters Roman "Lila, Lila" zum Bestseller gemacht hat, einen Film geschaffen, der es zum Kassenhit bringen könnte. Und das auch verdient hätte: Fern der üblichen deutschen Fernsehästhetik und mit phantastischen Hauptdarstellern (Daniel Brühl und Hannah Herzsprung) erzählt er mit bewunderswerter Lockerheit diese Geschichte von Liebe und Lüge als smarte, scharfe Satire auf den Wahnsinn des Buchmarktes, aber auch als ganz und gar unzynische und unkitschige Romanze. Ein Genuss. DANIEL SANDER
Lila, Lila
Start: 17.12.
Von DANIEL SANDER

KulturSPIEGEL 12/2009
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Titelbild
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