29.07.2013

BriefeUnerträgliches Geeiere

Nr. 30/2013, Der Pakt - Außer Kontrolle: Die geheime Zusammenarbeit von NSA, BND und Verfassungsschutz
Ach, unsere arme Kanzlerin! Jetzt muss sie auch noch so tun, als wüsste sie nichts von der umfassenden Spionage der "amerikanischen Freunde" im privaten wie auch wirtschaftlichen Bereich. Nun muss sie das auch noch verurteilen, obwohl sie offenbar immer damit einverstanden war - nur weil gerade Wahlkampf ist.
Wolfgang Schmidt, Lage (NRW)
Ich verstehe die Kritik nicht, ich bin mit der Zusammenarbeit einverstanden. Der 11. September hat alles verändert. Selbstmordattentäter wollen nun so viele Menschen wie möglich mit in den Tod nehmen. Da kann man nicht zuschauen, bis etwas passiert! Ich erwarte daher als Staatsbürger, für den Sicherheit eine Grundbedingung für Freiheit ist, dass BND und NSA intensiv zusammenarbeiten und die neuesten technologischen Möglichkeiten zur Terrorabwehr nutzen.
Thomas Herzel, Wien
Man wird das Gefühl nicht los, dass BND-Präsident Schindler der großen NSA um jeden Preis gefallen wollte. Das hat etwas von einem Fußballclub aus der Provinz, der zum Starensemble aus der Großstadt bewundernd hochschaut.
Vahiti Alihi, Frankfurt am Main
Die etablierten Parteien haben offenbar keine fundierte Antwort auf die Herausforderungen, die sich durch die neuen Kommunikationsformen ergeben. Die Verletzung elementarer Grundrechte und des Völkerrechts werden achselzuckend hingenommen, und die Regierung geht auf Tauchstation.
Dr. Klaus Dierlich, Düsseldorf
Big Data ist Wissen, Wissen ist Macht, unkontrollierte Macht Diktatur und Ende der Freiheit. Snowden hat dies erkannt. Die US-Amerikaner sollten sich an den Urknall ihrer Staatsgründung erinnern, die Unabhängigkeitserklärung von 1776. In ihr findet sich nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht jedes Bürgers zum Sturz der Regierung, wenn diese autoritäre Züge entwickelt und Bürgerrechte nicht mehr garantieren kann.
Ronald Engelmann, Limburg
Auch als Merkel-Gegner hatte man in der Vergangenheit grundsätzlich das Gefühl, dass die Bundeskanzlerin ehrlich und uneitel ist und sich um die Interessen der Deutschen sorgt. "Mutti" halt. Jetzt kommt der "Big Brother" raus, und es zeigt sich eine Kanzlerin, die das Volk an der Nase rumführt, deutschen und amerikanischen Geheimdiensten intimste Daten auf dem Silbertablett serviert und an die komplett irre Vision eines Überwachungsstaates glaubt. Sie sollte es aus ihrer eigenen Geschichte besser wissen.
Volker Thoms, Berlin
Das Geeiere der Kanzlerin ist mittlerweile unerträglich.
Wolfgang Langenkamp, Wuppertal
Die wirkliche Katastrophe wäre doch, wenn unsere Geheimdienste und führenden Politiker wirklich keine Ahnung hätten. Übrigens, sämtliche Parteien sind in diesen Pakt miteingebunden, alle sind doch in den verschiedenen Ausschüssen vertreten.
Helmut Layh, Steinenbronn (Bad.-Württ.)

DER SPIEGEL 31/2013
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