29.07.2013

RückspiegelZitate

Die "Frankfurter Allgemeine" zum SPIEGEL-Artikel "Angriff aus Amerika" (Nr. 27/2013):
Erst mit Beginn des Juli änderte sich die Terminologie der Bundesregierung - mehr als drei Wochen nach den ersten Berichten über Snowden. Angela Merkel ging auf Konfrontationskurs - aus Gründen der eigenen oder anderer Leute Empörung. Ein Bericht in der Zeitschrift DER SPIEGEL war Anlass, wonach 500 Millionen Kontakte (telefonischer Art sowie des E-Mail-Verkehrs) von der NSA abgeschöpft würden.
Die "Neue Zürcher Zeitung" zum selben Thema:
Nicht anders war es, als der SPIEGEL 1989 aufdeckte, dass die USA in Gestalt ihrer National Security Agency (NSA) über 350 Zentren und Horchposten auf bundesdeutschem Boden unterhielten, und dies mit Wissen und Billigung der Bundesregierung. Wenn dieser Tage Kanzlerin Merkel kundtut, das Abhören "von Freunden" gehöre sich nicht, dann wäre daran zu erinnern, dass die aggressive Überwachungspraxis der Amerikaner eine lange Tradition in Westdeutschland hat und auch nach der Wiedervereinigung fortbesteht.
Die "tageszeitung" über die wöchentliche Hausmitteilung im SPIEGEL:
Sie wussten, was sie tun. Und deshalb gaben sie sich auch so betont bescheiden. Als das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL vor 50 Jahren seine berüchtigte Angeber-Rubrik "Hausmitteilung" startete, klang das so: "Mit diesem Bericht über einen Bericht öffnet der SPIEGEL ein Türchen, das offen bleiben soll und durch das dem SPIEGEL bei der Arbeit zuschauen kann, wer will. Die Hausmitteilung des SPIEGEL-Verlags wird künftig in jedem Heft veröffentlicht." Seit dem Juli 1963 steht da wöchentlich auf Seite 3, was die Redakteure des Magazins so alles unternehmen, um auf Augenhöhe mit den Großen und Mächtigen der Welt zu kommen. Oder auch mal mit dem Mann auf der Straße. Die Rubrik ist eine wahre Feier des Spesenrittertums, hier wird der Journalistenalltag zum Reiseabenteuer wie bei "Tim und Struppi". SPIEGEL-Redakteure trinken Schnaps und spielen Karten, sie essen Zwiebelrostbraten und kotzen bei hohem Seegang. Sie gehen auf Demonstrationen, ins Museum und auf Toilette ... Und wenn die SPIEGEL-Leute wieder zu Hause sind, dann sondern sie für die Hausmitteilung noch so manche Binsenweisheit ab.

DER SPIEGEL 31/2013
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