21.09.2013

Mann der Hoffnung

Mann der Hoffnung
Für einen Schiffselektriker hat es Lech Walesa, 69, weit gebracht: Ihm wurde der Friedensnobelpreis verliehen, der Flughafen in Danzig ist nach ihm benannt. Und jetzt hat Polens wichtigster Regisseur Andrzej Wajda ("Der Mann aus Eisen") dem ehemaligen Staatspräsidenten einen Spielfilm gewidmet, der "Walesa - Mann der Hoffnung" heißt. Mit fast dokumentarischer Genauigkeit zeichnet Wajda darin nach, wie Walesa in den siebziger Jahren zum Führer der ersten freien Gewerkschaft im Ostblock heranwuchs. Walesa und die Solidarnoś ć trotzten den Warschauer Machthabern schon 1980 viele demokratische Zugeständnisse ab. 1981 erstickten die Kommunisten den Aufstand jedoch, indem sie in Polen den Kriegszustand verhängten. Tausende Gewerkschafter und auch Walesa wurden interniert. Er wurde elf Monate lang an verschiedenen polnischen Orten festgehalten. Unlängst begab sich der Nationalheld zu einer Privatvorführung. "Der Film ist nicht schlecht", sagte er. Nur eines habe ihn gestört, der Film-Walesa sei dem Schauspieler Robert Wieckiewicz etwas zu eitel geraten: "So ein Aufschneider war ich nicht."

DER SPIEGEL 39/2013
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