21.09.2013

Annette Schavan

Annette Schavan, 58, ehemalige Ministerin unter Plagiatsverdacht, möchte mit Doktortitel in den Bundestag gewählt werden: Auf dem Wahlzettel steht der "Dr." vor ihrem Namen. Nicht alle Stimmberechtigten in ihrem schwäbischen Wahlkreis haben Verständnis dafür, dass sie erst auf das Kürzel verzichten will, wenn ihr der Titel offiziell aberkannt wurde. Die Landeswahlleiterin von Baden-Württemberg, Christiane Friedrich, bekommt täglich Dutzende Beschwerdeanrufe. In einem Brief an die Gemeinden des Landes hat sie deshalb davor gewarnt, dass Wähler den "Dr." vor Schavans Namen aus Protest streichen könnten. Damit wären die Wahlzettel strenggenommen unzulässig bekritzelt, mithin ungültig. Friedrich meint aber: "Die reine Streichung des Doktortitels ändert nichts am erkennbaren Wählerwillen." Möglicherweise könne man also ein Auge zudrücken. "Vorausgesetzt, der Wahlzettel enthält keine sonstigen Beleidigungen", so Friedrich. Das letzte Wort hätten allerdings die Vorstände in den Kreiswahlausschüssen.

DER SPIEGEL 39/2013
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