25.09.2013

SPIEGEL-GESPRÄCH„Merkel mogelt sich durch“

Der Pädagoge Bernhard Bueb analysiert die Wahrhaftigkeit deutscher Politiker. Der Verfechter von Disziplin erklärt den Unterschied zwischen „erlaubten Lügen“ und „falschen Momenten für Ehrlichkeit“ - und warum die Schule zum Betrug erzieht.
Bueb, 74, promovierter Philosoph und Theologe, leitete von 1974 bis 2005 das Schulinternat Schloss Salem. Diese Woche erscheint sein jüngstes Buch "Die Macht der Ehrlichen" (UllsteinVerlag, Berlin; 160 Seiten; 18 Euro).
SPIEGEL: Herr Bueb, Sie beschreiben in Ihrem neuen Buch, wie erst Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit dem Menschen zu wahrer Macht verhelfen. Nun ist Angela Merkel nach ihrem dritten Wahlsieg zweifellos mächtig. Aber ist sie auch ein wahrhaftiger Mensch?
Bueb: Ich halte Angela Merkel für eine ehrliche Frau, und ich glaube nicht, dass sie belogen oder betrogen hat und wir nur noch nichts darüber wissen. Aber als eine wahrhaftige Politikerin kann sie nicht mehr gelten.
SPIEGEL: Warum?
Bueb: Sie hat auch in diesem Wahlkampf viel zu viele Dinge gesagt und getan, die allein zum Ziel hatten, sich bei den Wählern nicht in die Nesseln zu setzen: ihre Ankündigungen, das Kindergeld zu erhöhen, diese ganzen Wahlversprechen in Höhe von 30 Milliarden Euro. Das war ein horrender Unsinn, und natürlich weiß sie das. Sie will an der Macht bleiben, und so hat sie sich auch in der Frage des Syrien-Konflikts schwammig verhalten und zur NSA-Affäre keine klaren Worte gefunden. Frau Merkel ist keine Lügnerin, aber eine Meisterin des Ungefähren, Uneindeutigen.
SPIEGEL: Ist diese Strategie, sich im Ungefähren zu bewegen, weniger verwerflich?
Bueb: Nein, sicherlich nicht; auch Uneindeutigkeit kann eine Form der Lüge sein. Im Fall von Christian Wulff war das so. Als er gefragt wurde, ob er eine Geschäftsbeziehung zu dem Unternehmer Egon Geerkens unterhalten habe, wies er das im niedersächsischen Parlament weit von sich. Dass Geerkens' Frau ihm einen hohen Kredit gewährt hatte, verschwieg er. Nun ist Verschweigen an sich ja noch keine Lüge. Aber Wulff wollte seinen Vorteil wahren, als er nicht die vollständige Wahrheit mitteilte; er wollte
nicht als bestechlich dastehen. Moralphilosophisch betrachtet hat er deshalb eben doch gelogen.
SPIEGEL: Angela Merkel beschwor nach dem Reaktorunglück in Fukushima die Energiewende, sechs Monate zuvor hatte sie für die Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke gesorgt. Wie würden Sie dieses Verhalten nennen?
Bueb: Sie mogelt sich durch. Sie verschleiert, sie legt sich nicht fest. Und der Bürger weiß nicht, woran er ist: War die Energiewende ein wahltaktisches Manöver, um die Grünen zu schwächen? Oder doch eine Folge persönlicher Erschütterung? Ich muss, was die Bundeskanzlerin angeht, das zuvor Gesagte leider korrigieren: Sie mag als Person integer sein. Als Politikerin aber nach meinen Maßstäben lügt sie, weil sie ebenso uneindeutig ist wie Wulff.
SPIEGEL: Lässt sich das denn so trennen: hier die Person, da die Politikerin? Der Wahlkampf der Christdemokraten hatte doch nur ein Motto: Angela Merkel!
Bueb: Ich merke gerade, dass ich mich, wenn auch höchst ungern, von meinem Bild der ehrlichen Frau Merkel verabschieden muss. Sie hat ihre Person zum politischen Programm erklärt und mit ihrer persönlichen Glaubwürdigkeit für die CDU geworben - weil es ja sonst auch nichts gegeben hätte, mit dem die Partei hätte werben können. Ich muss eingestehen, dass sich Amt und Person in diesem Fall nicht trennen lassen.
SPIEGEL: Sie ringen ganz offensichtlich um Ihr Bild von der Bundeskanzlerin. In der Bevölkerung hat sie einen enormen Rückhalt. Liegt es daran, dass sie die Bürger durch Ungenauigkeiten vor bitteren Wahrheiten verschont?
Bueb: Das glaube ich nicht. Ihr Erfolg speist sich aus dem Image ihrer Authentizität. Sie erscheint angenehm unzeitgemäß, nicht so eitel, sie ist in ihrem Machtstreben nicht plakativ, sie ist eine Hausfrau. Ehrgeizig auftretende Typen wie Peer Steinbrück oder Gerhard Schröder sind sofort verdächtig, weil man ihnen unterstellt, alles der Macht unterordnen zu wollen.
SPIEGEL: Tun oder taten sie das nicht?
Bueb: Schröder hat Wahrhaftigkeit bewiesen, als er die Agenda 2010 durchsetzte und seine weitere Karriere vom Gelingen dieser unbeliebten, aber notwendigen Reform abhängig gemacht hat. So eine Haltung hatte ich eigentlich von Angela Merkel erwartet, als sie zur Kanzlerin gewählt wurde. Aber sie hat sich nicht in gleicher Weise wahrhaftig gezeigt.
SPIEGEL: Merkels gescheiterter Gegenspieler Peer Steinbrück ist zuweilen überehrlich, zeigt sich offenherzig bis zur Anstößigkeit. Dennoch hat er seine Glaubwürdigkeit verspielt ...
Bueb: ... weil er sich verbogen hat. Er stand nicht mehr zu seinen wirklichen Überzeugungen. Er ist an sich ein unternehmerisch denkender Mann und musste nun Positionen vertreten, die möglichst viele SPD-Wähler für gut halten. Außerdem hat er sein Image durch Ungeschicklichkeit beschädigt. Wer sagt, dass er Pinot Grigio für billige fünf Euro nicht kaufe, kränkt alle, die sich teuren Wein nicht leisten können.
SPIEGEL: Es war immerhin eine zutiefst ehrliche Bemerkung.
Bueb: Aber man soll klug sein, wenn man die Wahrheit verkündet. Peer Steinbrück wirft mit Wahrheiten wie mit Steinen. Der Ehrliche muss sich einfühlen können, um erfolgreich zu sein, und diese Fähigkeit fehlt Steinbrück vollkommen. Er versteht nicht, dass die Bürger keine Kränkungen erwarten. Es spricht für seine Wahrhaftigkeit, dass er das Foto seines Stinkefingers hat drucken lassen, obwohl sein Berater ihn gewarnt hatte. Aber es spricht gegen ihn als Politiker. Dasselbe gilt für die Grünen, wenn sie im Wahlkampf eine Steuererhöhung für ihr Stammpublikum propagieren. Das ist zwar ehrlich, aber töricht.
SPIEGEL: Wie könnte Wahrhaftigkeit im politischen Betrieb denn bestenfalls aussehen?
Bueb: Das ist sehr einfach. Wie jedem anderen Menschen muss man auch einem Ministerpräsidenten oder Bundeskanzler glauben können, was er sagt. Und wie jeder andere Mensch darf auch er in bestimmten Situationen lügen: immer dann, wenn die Lüge der Allgemeinheit oder einem anderen mehr Nutzen als Schaden bringt.
SPIEGEL: Nennen Sie ein Beispiel für solch eine erlaubte Lüge.
Bueb: Der gemeinsame Auftritt von Angela Merkel und Peer Steinbrück nach der Pleite der Lehman Brothers war so eine Sternstunde: Wie sie da gemeinsam eine Garantie für die deutschen Bankeinlagen abgegeben haben - obwohl sie wussten, dass sie weder legitimiert noch mächtig genug sind, um ihr Versprechen im Zweifelsfall einlösen zu können. Aber sie haben eine immense Panik und unglaubliches Unheil verhindert. Solche Lügen erwarte ich von einem Politiker. Er muss die Bereitschaft besitzen, sich die Hände schmutzig zu machen, um einem höheren Zweck zu dienen. Abraham Lincoln, der amerikanische Präsident, hat das vor 150 Jahren auch getan. Er hat Kongressabgeordnete bestochen, damit sie für seine Idee stimmten, die Sklaverei abzuschaffen. Ein übler, aber großartiger Trick. Der ungarische Schriftsteller Imre Kertész hat es einmal auf sehr schöne Weise gesagt: Ehrliche Menschen sind auch dann ehrlich, wenn sie lügen.
SPIEGEL: In der letzten Legislaturperiode sind außer Christian Wulff auch Karl-Theodor zu Guttenberg und Annette Schavan als wenig wahrhaftig aufgefallen. Zwei Minister, die sich gegen den Vorwurf wehren, ihre Doktorarbeiten seien Plagiate und bis heute lediglich Fehler eingestehen. Wie beurteilen Sie dieses Verhalten?
Bueb: Guttenberg will ich außen vor lassen; ich behaupte, dass seine komplette Doktorarbeit von jemand anderem geschrieben ist und er selbst über deren Inhalt überrascht war. Das hatte kriminelle Züge. Wulff und Schavan haben sich unmoralisch, doch in erster Linie unklug verhalten. Ihr Hin und Her erinnerte mich an Bill Clinton nach dessen Affäre mit Monica Lewinsky. Es wäre in all diesen Fällen sicherlich schnell wieder Ruhe ein-
gekehrt, wenn die Beschuldigten gesagt hätten: Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Stattdessen eiern sie herum und treiben die Unwahrhaftigkeit auf die Spitze.
SPIEGEL: Woran könnte das liegen?
Bueb: Es bedeutet einen enormen Ansehensverlust, wenn man zugeben muss, sich in grundsätzlichen Wertefragen falsch verhalten zu haben. Frau Schavan war immerhin Bildungsministerin und vorher Geschäftsführerin einer Stiftung für Hochbegabte. Für so jemanden ist es hart, eine wissenschaftliche Schlamperei einzugestehen.
SPIEGEL: Sie hat sich, genau wie Wulff und Guttenberg, hartnäckig an ihren Posten geklammert. Hätte sie nicht ein Zeichen der Wahrhaftigkeit setzen können, wenn sie ihren Rücktritt frühzeitig angeboten hätte?
Bueb: Das hätte sie - und wahrscheinlich hätte Angela Merkel ihn gar nicht angenommen. Die Kanzlerin hätte den Vorgang öffentlich als harmlose Verfehlung einstufen können, und Frau Schavan hätte wunderbar dagestanden: reuevoll und wahrhaftig.
SPIEGEL: Das klingt, als forderten Sie Politiker auf, sich aus Imagegründen wahrhaftig zu verhalten.
Bueb: Wir dürfen solche Fälle nicht puristisch betrachten und meinen, dass man Wahrhaftigkeit nur um der Wahrhaftigkeit willen üben darf. Der Mensch hat immer mehrere Beweggründe. Das macht die Ehrlichkeit aber nicht weniger ehrlich.
SPIEGEL: Eine Ihrer Kernthesen lautet, dass man anderen nur ehrlich gegenüber
sein kann, wenn man ehrlich zu sich selbst ist. Mangelt es Politikern an Selbsterkenntnis?
Bueb: Uns allen mangelt es daran. Und wir sind lebenslang verführt, uns zu belügen, weil es so praktisch ist. Der Soziologe Max Weber beschreibt in seiner berühmten Rede "Politik als Beruf" einen Mann, der sich von seiner Frau trennt und sich einredet, sie sei seiner Liebe nicht wert gewesen. So muss er keine Verantwortung übernehmen. Diesen Mechanismus der Selbstlüge können wir überall beobachten. Deshalb haben Psychotherapeuten so viel zu tun; deren Hauptaufgabe liegt ja darin, Menschen beim Aufspüren ihrer Selbstlügen zu begleiten.
SPIEGEL: Braucht ein Politiker, der wahrhaftig sein will, also einen Psychotherapeuten?
Bueb: Er sollte sich zumindest einen Hofnarren leisten, der ihm immer die Wahrheit sagt. Ich hatte während meiner Zeit als Schulleiter in Salem eine Sekretärin, die eine solche Hofnärrin war und jeden meiner Fehler unbarmherzig kommentiert hat. Das hat mich vor sehr viel Unsinn bewahrt.
SPIEGEL: Viele Politiker beschäftigen immerhin Spin-Doktoren ...
Bueb: ... aber die haben eher den kurzfristigen Wahlerfolg im Blick. Der langfristige Erfolg eines Politikers gründet auf Wahrhaftigkeit, dafür ist Helmut Schmidt der beste Beweis. Überhaupt war die Glaubwürdigkeit früherer Politikergenerationen größer; Ollenhauer, Brandt, Wehner oder Adenauer hielt man doch alle für zwar gerissene, aber authentische Personen. Und heute? Was sind die Konturen einer Frau Merkel, eines Herrn Gabriel oder Kauder? Das einzige Eckige bieten vielleicht noch die Grünen. Und sie scheinen sich wegen ihrer Geschichte als Protestpartei auch irgendwie verpflichtet zu fühlen, ab und zu mal streitbare Ideen zu präsentieren. Aber die anderen? Alle austauschbar! Diese Schwäche politischer Ideen und die allgegenwärtige Lüge durch das Ungefähre werden die Politikverdrossenheit weiter befeuern. Darin liegt eine große Gefahr.
SPIEGEL: Von welcher Gefahr sprechen Sie?
Bueb: Transparenz, Glaubwürdigkeit, Unbestechlichkeit - diese Grundpfeiler unserer Demokratie sagen vielen Jugendlichen heute nichts mehr. Sicher, es gibt Protestbewegungen wie Attac oder Stuttgart 21. Aber die meisten jungen Menschen konzentrieren sich brav auf ihr Privatleben und brechen mit der Politik. Ihnen fehlen authentische Leitfiguren, übergeordnete Vorbilder, wie es einmal Che Guevara oder Rudi Dutschke waren. Stattdessen sehen sie, dass eine Bundeskanzlerin mit der Strategie des Durchmogelns Erfolg hat. Frau Merkel hat also eine richtig gefährliche Seite, denn dieser schlechte Stil unserer Politiker wirkt ansteckend. Auf Dauer wird er unsere demokratischen Grundlagen aushöhlen.
SPIEGEL: Finanzminister Wolfgang Schäuble immerhin ist neulich mit der Wahrheit herausgeplatzt und hat zugegeben, dass die EU Griechenland entgegen anderslautender Beteuerungen weiterhin alimentieren muss. Hat er der Demokratie an diesem Tag einen Dienst erwiesen?
Bueb: Nein. Und er ist ja am Morgen danach auch wieder zurückgerudert. Er konnte nicht dazu stehen, dass ihm die Wahrheit einfach so herausgerutscht ist. Es war Wahlkampf, seine ganze Kampagne stand auf dem Spiel. So paradox es klingen mag: Durch eine plötzliche Kehrtwendung zur Ehrlichkeit hätte er vollends seine Glaubwürdigkeit verloren. Er hätte sich als unverantwortlicher Politiker zu erkennen gegeben. Wahlkampf ist wie ein Manöver bei der Bundeswehr: Gesteht man unterwegs ein, dass eine Entscheidung falsch war, spielen die Soldaten verrückt. Es gibt falsche Momente für Ehrlichkeit, und die muss man kennen.
SPIEGEL: Sie meinen ja ohnehin, dass Ehrlichkeit gelernt und geübt werden müsse. Wie stellen Sie sich das konkret vor?
Bueb: Wir dürfen unseren Kinder nicht Konflikte ersparen, in denen sie sich für oder gegen die Wahrheit entscheiden müssen. Und wir müssen ihnen jenen Mut abverlangen, den ehrliches Verhalten erfordert. Außerdem müssen wir sie anhalten, ihre Trägheit zu überwinden: Für die Wahrheit einzutreten, kann ja ziemlich anstrengend sein. All das lässt sich am besten in einer Gemeinschaft verwirklichen, beim gemeinsamen Essen, Theaterspielen oder Sport. Auch deshalb plädiere ich so vehement für ganztägige, verpflichtende Kindergärten und Ganztagsschulen. Der reine Unterricht - sechs Stunden pro Tag und dann ab nach Hause - ist kein Ort des Bewährens. Im Gegenteil: Der Unterricht lebt von der Lüge.
SPIEGEL: Wie meinen Sie das?
Bueb: Wer in der Schule überleben will, muss betrügen; das habe auch ich als Kind so gehalten. Solange das Schulsystem darauf baut, dass alle Schüler gleich begabt und Noten ein objektives Kriterium sind, werden Lehrer den Kampf gegen Abschreiben und Betrug nicht gewinnen. Denn die Schüler sagen zu Recht: Ich werde meine Karriere nicht an den Nagel hängen, nur um ehrlich zu sein.
SPIEGEL: Als Ideal einer umfassenden Schulgemeinschaft galten lange Zeit die Internate. Nach den zahlreichen Fällen von Missbrauch, vor allem an der Odenwaldschule, haben sie in hohem Maß an Glaubwürdigkeit eingebüßt - auch, weil sich viele Pädagogen nicht wahrhaftig um Aufklärung bemüht haben. Haben Sie eine Erklärung für dieses Versäumnis?
Bueb: Ich war selbst zwei Jahre lang Lehrer an der Odenwaldschule. Wir haben damals nicht aufklären können, weil niemand von uns ahnen konnte, dass es diese Art von Missbrauch gibt. Die Mehrzahl der Lehrer dort hätte entsetzt reagiert, hätten sie nur etwas geahnt. Als 1998 zum ersten Mal ehemalige Schüler in der "Frankfurter Rundschau" über die Taten des früheren Direktors Gerold Becker berichteten, hat der damalige Schulleiter Wolfgang Harder einen ausführlichen Bericht an die Landesregierung geschickt ...
SPIEGEL: ... und die Angelegenheit damit für erledigt gehalten.
Bueb: Er hat sich so verhalten wie alle, wie die Landesregierung, wie Journalisten oder die ganze Zunft der Pädagogen. Auch ich schließe mich da nicht aus. Wir konnten das Unerhörte nicht glauben, die Zeit war nicht reif für diese Wahrheit. Es kam uns schlicht nicht in den Sinn, das Undenkbare zu denken. Dass Becker Täter sein könnte. Er selbst hat ja dazu geschwiegen.
SPIEGEL: Haben Sie sich damals selbst belogen?
Bueb: Vermutlich war das der Fall. Und ich kann es mir bis heute nicht verzeihen, dass ich meine Zweifel nicht deutlich und nachdrücklich vorgetragen habe. Wenn ich ihn mir nur vorstelle: Diese Körper gewordene Liebenswürdigkeit und Menschenfreundlichkeit. Steht in der Frankfurter Paulskirche und hält die Laudatio auf Astrid Lindgren für den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Und nachts vergewaltigt er Kinder. Es war für mich eine neue Erscheinungsform des Bösen. Das kann keine Entschuldigung sein, es ist ein Erklärungsversuch.
SPIEGEL: Herr Bueb, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
Das Gespräch führten die Redakteure Katja Thimm und Alfred Weinzierl.
* Bei ihrer Garantieerklärung zu den deutschen Bankeinlagen am 5. Oktober 2008 im Bundeskanzleramt.
Von Katja Thimm und Alfred Weinzierl

DER SPIEGEL 55/2013
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