14.10.2013

GLOBALISIERUNGVorwürfe gegen Mattel-Zulieferer

Wegen angeblich zweifelhafter Arbeitsbedingungen für Beschäftigte in China gerät der amerikanische Spielzeughersteller Mattel in die Kritik. In den asiatischen Zulieferbetrieben würden Arbeitern mit unterschiedlichen Methoden "zustehende Löhne und Leistungen gekürzt", behauptet die Nichtregierungsorganisation China Labor Watch (CLW). In dieser Woche legt CLW einen Bericht vor, den Mitarbeiter verdeckt in sechs Zulieferbetrieben zwischen April und September recherchiert haben. Die Vorwürfe unter anderem: Statt der gesetzlichen 9 Stunden pro Tag müsse ein Teil der Arbeitnehmer bis zu 13 Stunden arbeiten. Manche müssten zwischen 84 und 110 Überstunden im Monat arbeiten, obwohl nur 36 Stunden erlaubt sind. Zudem sollen teilweise Überstunden nicht bezahlt, Löhne vorenthalten und Sozialversicherungen nicht korrekt angeboten worden sein. Die Arbeitsbedingungen in der Spielzeugindustrie seien schlechter als etwa beim Apple-Zulieferer Foxconn, heißt es im Bericht. Binnen eines Jahres seien den Beschäftigten in den sechs Betrieben so "zwischen acht und elf Millionen Dollar gestohlen" worden. Es ist der zweite Bericht über chinesische Mattel-Zulieferer innerhalb eines Jahres. 2012 wies der Konzern, der für seine Barbie-Puppen bekannt ist, viele Vorwürfe als "unbegründet" zurück.

DER SPIEGEL 42/2013
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Vorwürfe gegen Mattel-Zulieferer