30.12.2013

LIBANONTod eines Kritikers

Die politischen Fraktionen des Libanon stehen im Ruf, ihre gefährlichen Probleme nicht zu lösen, sondern nur aufzuschieben. Auch der Autobombenanschlag vom vergangenen Freitag im Zentrum Beiruts, bei dem der ehemalige Finanzminister Mohammed Schattah und mindestens vier weitere Menschen ums Leben kamen, zählt womöglich zu den Spätfolgen eines alten Konflikts. Es geht um die Frage, wer vor neun Jahren den sunnitischen Premierminister Rafik Hariri in einer gewaltigen Explosion sterben ließ. Ein internationales Sondertribunal soll ab Mitte Januar in Beirut darüber entscheiden. Angeklagt in Abwesenheit sind fünf Mitglieder der schiitischen Hisbollah. Der jetzt ermordete Minister Schattah war einer der engsten Gefährten Hariris - und einer der schärfsten Kritiker der Hisbollah. Er hatte noch Stunden vor seinem Tod getwittert, dass die Islamisten-Gruppe die Macht im Lande an sich reißen wolle. Außerdem kämpft die Hisbollah-Miliz auf Seiten Baschar al-Assads im Nachbarland Syrien. Schattah galt als Gegner des Diktators.

DER SPIEGEL 1/2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 1/2014
Titelbild
Der digitale SPIEGEL
Diese Ausgabe jetzt digital lesen

Die digitale Welt der Nachrichten. Mit interaktiven Grafiken, spannenden Videos und beeindruckenden 3-D-Modellen.
Sie lesen die neue Ausgabe noch vor Erscheinen der Print-Ausgabe, schon freitags ab 18 Uhr.
Einmal anmelden, auf jedem Gerät lesen - auch offline. Optimiert für Windows 8, Android, iPad, iPhone, Kindle Fire, BlackBerry Z10 sowie für PC/Mac.

Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

LIBANON:
Tod eines Kritikers