13.01.2014

TV-SERIENErfolg mit Neurose

Wenn eine Fernsehserie in den vergangenen zwei Jahren von ihren Zuschauern eine Haltung gefordert hat, dann die amerikanische TV-Serie "Girls". Entweder liebt man die brutal ehrlichen Sexszenen, die Cellulitis der Hauptfigur Hannah Horvath und ihre verzweifelte Suche nach sich selbst. Oder man findet das Ganze peinlich. Die meisten Zuschauer haben sich für Ersteres entschieden: "Girls" war der Überraschungserfolg des Jahres 2012 und machte seine 27-jährige Produzentin, Regisseurin und Hauptdarstellerin Lena Dunham nicht nur reich - sie unterschrieb einen 3,5 Millionen Dollar schweren Buchvertrag -, sondern auch zum Sprachrohr einer ganzen Generation. Endlich gibt es mit Dunham jemanden, der sich die Neurosen und Zukunftsängste der Mittzwanziger nicht nur ausdenkt, sondern offensichtlich selbst drinsteckt. Nun startete am Sonntag die dritte Staffel von "Girls" in den USA. Schon der Trailer wurde vorab millionenfach auf YouTube angeklickt. Noch immer regiert das Chaos das Leben der vier Freundinnen aus New York. "Es ist wirklich erstaunlich, wie wenig ihr in den vier Jahren nach eurem Uni-Abschluss erreicht habt", bringt es die jüngste von ihnen auf den Punkt. Aus Mädchen müssen Frauen werden. Ging es bisher darum, im Privaten, mit Liebe, Familie und Freunden, zurechtzukommen, steigt der Druck jetzt auch im Job. Da müssen Pläne geschmiedet und Wege gefunden werden - und nicht nur der zum Süßigkeitenautomaten. All das wird Mittzwanzigern weltweit bekannt vorkommen.

DER SPIEGEL 3/2014
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