31.03.2014

KATHOLIKENDas Lügengebäude zu Limburg

Die Auskünfte von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst (T.-v.E.) auf Anfragen des SPIEGEL vom 15. August 2012 und die Erkenntnisse des jetzt vorliegenden Untersuchungsberichts (UB):
T.-v.E.: Auf der Baustelle gibt es nichts zu verbergen. Es wurde absolut handelsübliches Material wie für Küchenplatten verwendet. Die Behauptung, es wurden nur teuerste Materialien verwendet, ist unwahr.
UB: Insgesamt wurde in dem gesamten Objekt eine sehr hochwertige Beleuchtung eingesetzt, allein für LED-Sonderleuchten sind Kosten von mehr als 650 000 € entstanden. Für Möbel- und Tischlerarbeiten 1,15 Millionen €. Aufwendige Medientechnik - u. a. 32 Flachmembranlautsprecher - für 280 000 €. Innentüren von höchster Qualität für 490 000 €.
T.-v.E.: Es mussten nicht mehrfach größere aufwendige, bereits erledigte Arbeiten korrigiert werden.
UB: Vielfältige Umplanungen und Änderungen, zum Teil im fertiggestellten Haus, führten in der Regel zu deutlich kostenintensiveren Ausführungsarten.
T.-v.E.: Der Bischof hat keine Möglichkeit, von seinem Wohnhaus in das angrenzende Museum und von dort in einen Garten zu gelangen.
UB: Da der Bischof gerne den Mariengarten nutzt, ohne sich jedoch der Öffentlichkeit zu zeigen, wird als Lösung ein Durchgang durch das Diözesanmuseum geschaffen. Aufwendiger Neubau zum sogenannten "Garten der Stille" Mehrkosten 667 000 €.
T.-v.E.: Es gibt kein Wasserbecken für Kois.
UB: Die Schaffung eines Wasserbeckens für Zierfische ("Koi-Becken") mit ca. 2 m Tiefe und aufwendiger Ausstattung verursachte ca. 213 000 € Baukosten.
T.-v.E.: Zu Ihrer Frage ,Ausstattung mit Kunstwerken': Es wird nur 4 Figuren geben, und zwar aus regional üblichem Stein.
UB: Für Ausstattung und Kunstwerke (ohne Möbel) wurden insgesamt 1,17 Millionen € verausgabt.
T.-v.E.: Zu den angeblich gestiegenen Baukosten: 2,0 Millionen für den Bau wurden vorsorglich um 0,5 Millionen aufgestockt.
UB: Nach vorliegenden Unterlagen geht die Prüfungskommission von Gesamtkosten in Höhe von mindestens 31,05 Millionen € aus. Eine Erhöhung bleibt vorbehalten.

DER SPIEGEL 14/2014
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KATHOLIKEN:
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