31.03.2014

ZENTRALAFRIKAAufruf zum Dschihad

Die im Kampf zwischen Christen und Muslimen verwüstete Zentralafrikanische Republik könnte zum Ziel von Dschihadisten werden. Die afghanischen Taliban rufen Kämpfer via Internet dazu auf, den bedrängten Muslimen dort zu helfen. Und der deutsche Konvertit Denis Cuspert, der als Rapper unter dem Namen Deso Dogg bekannt wurde und in Syrien vermutet wird, sagte in einem Propagandavideo: "Brüder und Schwestern, der Dschihad in der Zentralafrikanischen Republik hat begonnen." Französische Experten fürchten, dass sich vor allem aus Nigeria Kämpfer der brutalen islamistischen Boko Haram auf den Weg nach Osten machen könnten. "Für die Dschihadisten ist dort ein fruchtbares Terrain. Zehntausende Muslime haben alles verloren, ihre Familien, ihr Hab und Gut", sagt Peter Bouckaert, Krisenmanager von Human Rights Watch. Im Nordosten der Zentralafrikanischen Republik, wo die meisten Muslime leben, kursierten bereits im Februar Flugblätter, die dazu aufriefen, einen Gottesstaat zu schaffen. Schon länger versuchen Islamisten, in Schwarzafrika Fuß zu fassen. Gefährdet ist besonders der Sahel-Gürtel von Mauretanien im Westen über Mali, Niger, den Tschad bis zum Sudan.

DER SPIEGEL 14/2014
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Aufruf zum Dschihad