28.04.2014

GESUNDHEIT„Arglistige Täuschung“

Viele freiwillig Versicherte fühlen sich von den gesetzlichen Krankenkassen abgezockt. In ihrem neuen Buch listet die Autorin Renate Hartwig Fälle auf, in denen Freiberufler wesentlich mehr bezahlen müssen als Festangestellte mit vergleichbarem Einkommen(*). Die Kassen berechnen den Beitrag von Unternehmern zu Beginn von deren Selbständigkeit aufgrund einer Schätzung, unter Umständen müssen für das erste Jahr hohe Nachzahlungen geleistet werden. Danach gilt der Beitragssatz, der sich aus dem letzten Einkommensteuerbescheid ergibt, unabhängig vom aktuellen Gewinn. Eine detaillierte Abrechnung wie etwa bei der Stromrechnung gibt es nicht. Die Beitragsbemessung wird durch den Spitzenverband Bund der Krankenkassen geregelt. Kassen wie die Barmer GEK sagen, Versicherten entstünden keine Nachteile, Einkommensschwankungen würden sich in den Folgejahren wieder ausgleichen. Die Berechnungen seien "Willkür und eine arglistige Täuschung", sagt dagegen Renate Hartwig, "der Verdacht, dass es sich gar um vorsätzlichen Betrug handelt, wird jetzt gerichtlich geklärt".
* Renate Hartwig: "Der goldene Skalp". Brunnen Verlag, Gießen; 288 Seiten; 13,99 Euro.

DER SPIEGEL 18/2014
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