28.04.2014

Was war da los, Herr Ahmad?

Jalil Ahmad, 28, Bonbonfabrikant aus Herat, Afghanistan, über eine klebrige Angelegenheit: "In meiner kleinen Fabrik im Westen Afghanistans mache ich jeden Tag Bonbons .Zunächst mixe ich Zucker, Wasser und ein Pulver mit Pfirsich- oder Zitronengeschmack in einem Bottich. Die Mischung wird so lange erhitzt, bis sie zähflüssig ist. Dann kippe ich die Masse auf eine Arbeitsplatte, an die ein Schlauch angeschlossen ist, der sie von unten mit Wasser kühlt. Ich löse die Masse ab und zerteile sie mit einer Maschine in mundgerechte Stücke. Ich bin in dieser Bonbonfabrik groß geworden. Früher hat sie meinem Vater gehört, nun habe ich sie übernommen. Ich habe neun Angestellte, meine Bonbons heißen hier Noghl und Nabat. Die meiner Konkurrenten heißen Sohan und Shirpera und werden aus Zucker, Milch, Safran und Mandeln hergestellt. Meine Bonbons passen gut zu Tee. Sie schmecken frisch. Früher, als noch die Taliban unsere Stadt beherrschten, haben selbst sie bei mir eingekauft."

DER SPIEGEL 18/2014
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