26.05.2014

ZeitgeschichteEntsetzen und Ehrfurcht

Vor 70 Jahren landeten die Alliierten in der Normandie. Der Schlag gegen Hitlers Reich prägte die amerikanische Militärlogik für Jahrzehnte - und verstellte den Blick: Am D-Day verlernte die Supermacht das Siegen.
In den bayerischen Alpen, abseits der Schlachtfelder Europas, versprach der 6. Juni 1944 ein schöner Frühlingstag zu werden. Adolf Hitler hatte erst in den frühen Morgenstunden ins Bett gefunden, nach einem langen Abend vor dem Kamin, an dem man im kleinen Kreis zunächst die Probleme des Kinos und dann die der Welt erörtert hatte.
Der "Führer" schlief, als im Berghof auf dem Obersalzberg die ersten Meldungen eingingen, dass die Alliierten zum Sprung über den Kanal angesetzt hatten. Er schlief, als die deutschen Gefechtsstände in der Normandie überrannt wurden. Und er schlief auch noch, als die mit der Verteidigung des Atlantikwalls betrauten Kommandeure verzweifelt um die Freigabe der bei Paris stationierten Panzerreserven baten.
Sein persönlicher Adjutant Otto Günsche hat später angegeben, Hitler habe um acht Uhr in der Halle der Residenz gestanden und seinen Generälen Weisungen erteilt. Aber das war Teil der über den Tod hinaus gehenden Arbeit am Mythos. Tatsächlich war es wohl eher nach zehn Uhr, als einer der Lakaien endlich an der Tür des Schlafzimmers klopfte, um den Oberbefehlshaber der deutschen Wehrmacht über den Beginn der Invasion an den französischen Stränden in Kenntnis zu setzen.
So begann das letzte Kapitel im Kampf um die Freiheit Europas: in seinem Domizil in den Bergen ein Diktator im Schlafrock, den seine Entourage nicht zu wecken wagte, während 1200 Kilometer entfernt fast 3,5 Millionen amerikanische und britische Soldaten im Begriff waren, seine Herrschaft zu beenden.
Als Hitler von der erfolgreichen Landung erfuhr, soll er übrigens bester Laune gewesen sein. "Die Nachrichten könnten gar nicht besser sein", rief er begeistert aus. "Solange sie in England waren, konnten wir sie nicht fassen. Jetzt haben wir sie endlich dort, wo wir sie schlagen können."
Zum 70. Mal jährt sich der Jahrestag der bedeutendsten Landungsoperation in der Geschichte des modernen Krieges. Wenn am Morgen des 6. Juni vor den Klippen von Colleville-sur-Mer - Kennern des Zweiten Weltkriegs besser bekannt als Omaha-Beach - die Feierlichkeiten beginnen, werden die Waffenbrüder von einst wieder versammelt sein. Neben dem amerikanischen und dem französischen Präsidenten haben sich die englische Königin und der kanadische Premier zur Feier angekündigt. Sogar Wladimir Putin ist eingeladen. Wenn es um die Erinnerung an die Offensive geht, die das Ende von Hitlers Herrschaft beschleunigte, müssen aktuelle Konflikte zurücktreten.
Dabei sein werden auch die letzten Veteranen, alte Männer in zu großen Uniformen, die nach der Wehrmacht erfolgreich Alter und Krankheit getrotzt haben. Es gibt nicht mehr viele Soldaten, die erzählen können, wie es war, als die Landungsboote an Omaha- oder Juno-Beach ihre Klappen öffneten, um ihre menschliche Fracht in ein Chaos aus Blut, Wasser und Blei zu entlassen. Von den 155 000 Soldaten, die am ersten Tag der Invasion an Land gingen, waren um Mitternacht bereits 10 000 tot, verwundet oder gefangen.
Kaum ein kriegerisches Großereignis hat in der angelsächsischen Welt eine solche Erinnerungskultur begründet wie der Tag, an dem die Truppen des Westens in Frankreich auf die Deutschen stießen. Es war nicht der erste Versuch, auf dem Kontinent wieder Fuß zu fassen: Im Juli 1943 waren die Angloamerikaner in Sizilien gelandet, im September dann auf dem italienischen Festland bei Salerno, um von dort nach Norden vorzustoßen. Aber erst mit der Landung in der Normandie war die zweite Front eröffnet, die der deutsche Generalstab immer gefürchtet und Hitler in seiner Vermessenheit herbeigesehnt hatte.
Vor allem in den Vereinigten Staaten, ohne deren Hilfe es nie zu dieser Operation
gekommen wäre, nimmt der D-Day in der nationalen Selbstvergewisserung einen zentralen Platz ein. In unzähligen Büchern ist festgehalten, wie die Angehörigen der Invasionsstreitmacht erst die Strände bei St. Laurent und Varreville einnahmen und dann das Nazi-Reich. Mehrere Monumentalfilme haben den Verlauf des Feldzugs in Bilder gegossen, angefangen mit dem 178-Minuten-Werk "Der längste Tag" von 1962, das so gewaltig geriet, dass man drei Regisseure parallel beschäftigen musste.
Jede Generation hat seitdem die Heldentaten, mit denen sich ihre Väter und Großväter unsterblich machten, cineastisch nacherlebt. Für die Babyboomer inszenierte Steven Spielberg in "Saving Private Ryan" die Szenen der Landung so realistisch, dass die Zuschauer bei den Salven aus den deutschen Maschinengewehrnestern unwillkürlich den Kopf einzogen. Die Xbox-Generation verfolgte in "Band of Brothers" die Erzählung vom Sieg der GIs über die teutonischen Weltenvernichter gleich als Mehrteiler.
Militärisch gesehen ist der D-Day für die Sieger im Westen mehr als nur ein Sieg, er ist der Sieg schlechthin. Wo immer die USA später eingriffen, ob in Korea, Vietnam oder im Irak, stand der Erfolg auf den Schlachtfeldern in Frankreich und Deutschland Pate. In dem Geist, der die US-Soldaten "nach Europa führte, habt ihr den Irak befreit", erklärte Präsident George W. Bush im März 2004 vor Soldaten der 101. Luftlandedivision, die schon im Juni 1944 dabei gewesen war.
Tatsächlich markiert der D-Day den letzten wahren Sieg Amerikas - vielleicht fallen die Erinnerungsfeiern auch deshalb so glänzend aus. Was danach kam, waren als Feldzüge getarnte Polizeiaktionen, Scheinsiege oder aber Niederlagen. Schon im ersten großen Konflikt der Nachkriegszeit, in Korea, erreichte die USA nur ein mühsames Remis. Das Ergebnis nach blutigem Kampf war eine Rückkehr zum Status quo. Die Grenze zum kommunistischen Norden, der den Kriegseinsatz durch die Invasion des nicht kommunistischen Südens erzwungen hatte, verlief wieder dort, wo sie schon vor Ausbruch der Kriegshandlungen verlaufen war: am 38. Breitengrad, ziemlich genau in der Mitte des Landes.
Keine Nation kann, was die Waffenstärke angeht, mit den USA mithalten; die Sowjetunion hat es versucht und verlor erst das Wettrüsten und dann ihr Weltreich. Wer heute von einer multipolaren Welt redet, muss die militärische Kapazität ausklammern - da gibt es vorerst nur eine Macht, die in der Lage wäre, an mehr als einem Schauplatz gleichzeitig zu kämpfen.
Die Frage ist, warum es der Supermacht seit Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr gelingen will, ihre Überlegenheit in überzeugende Siege umzusetzen. Wer nach einer Antwort sucht, findet sie in der Offensive, mit der die Alliierten vor 70 Jahren die Westfront eröffneten. Auch deshalb lohnt es, den Verlauf der "Operation Overlord", wie der militärische Name für das Unternehmen zur Weltrettung lautete, noch einmal genauer anzusehen.
Der Keim der Niederlage liegt oft in dem Erfolg, den man zuvor errungen hat. Sieger geben die Antworten von Siegern, die Kriegsstrategie der Zukunft ergibt sich für sie aus der Fortschreibung der Vergangenheit. Was aber, wenn sich die Natur des Gegners ändert? Dann wird der vergangene Sieg zur Falle.
Zunächst scheint die Landung in der Normandie in jeder Hinsicht ein Wunder: logistisch, technisch und mental. In nur drei Jahren war es den Vereinigten Staaten gelungen, die größte und technisch avancierteste Streitmacht der Welt zu schaffen.
Am Anfang des Krieges, den die Deutschen 1939 mit dem Überfall auf Polen beginnen, umfasst die US-Armee gerade mal 334 000 Soldaten, und die stehen vor allem auf dem Papier. Alle Truppenteile sind in einem beklagenswerten Zustand, eine Rüstungsindustrie gibt es nicht. Nach dem Ersten Weltkrieg, in den die USA nur widerwillig marschiert waren, hat die Regierung das Heer weitgehend demobilisiert. Ein starkes Heer weckt bei den Amerikanern Misstrauen: Alles, was den Staat zu mächtig erscheinen lässt, ist den Bürgern unheimlich.
Erst nach dem deutschen Angriff auf Polen läuft die Kriegsmaschine wieder an: Die Zahl der jährlich gebauten Jagdflugzeuge und Bomber versechzehnfacht sich zwischen 1939 und 1944, von 5856 auf 96 318 Stück. Die Produktion von Kriegsschiffen steigt innerhalb dreier Jahre von 544 auf 2247, die von Panzern von 400 im Jahr 1940 auf 17 565.
Es ist das amerikanische Produktionswunder, welches die Grundlage für den Sieg über Deutschland schafft, nicht die sture Entschlossenheit der Briten, die heldenhaft den letzten freien Fleck in Europa halten - und auch nicht der Blutzoll der Roten Armee, die unter fürchterlichen Verlusten das Kriegsglück im Osten wendete.
Von Anfang an setzen die Westalliierten im Kampf gegen die Deutschen auf eine Strategie, wie sie sich nur eine Armee erlauben kann, die ihrem Gegner beim Material in allen Belangen überlegen ist. Bevor sie ihre Bataillone im Sturmangriff gegen den Feind führen, versuchen die Generäle, diesen zunächst durch schwere Luftangriffe und massiven Artilleriebeschuss zu zermürben. "Shock and Awe" heißt die Methode, die später im Golfkrieg zu einem feststehenden Begriff werden soll: Entsetzen und Ehrfurcht.
In der Theorie ist das nicht nur ein sehr wirksames, sondern für die eigene Truppe auch vergleichsweise schonendes Vorgehen. Erst wenn der Gegner durch die Feuerkraft aus der Ferne so ausgelaugt ist, dass er keine wirkliche Gegenwehr mehr leisten kann, rückt das Heer vor, um die letzten Widerstände zu beseitigen.
Der Schock-Krieg, wie ihn die Amerikaner gegen Deutschland erfolgreich erproben, wird zum "Modellkrieg", der bis heute die Ausbildung in West Point bestimmt. Dass technische Überlegenheit über Sieg oder Niederlage entscheidet, ist die Lehre, die die US-Generalität aus dem Weltkrieg zieht. Im Zentrum der Planung steht die Entwicklung neuer Waffensysteme. Auf die Bomber vom Typ "Liberator" und "Flying Fortress", die den amerikanischen Truppen den Weg ebneten, folgen B-52-Bomber, Interkontinentalraketen und Neutronenbombe, dann Cyberwar und Killerdrohnen. Wohl nirgendwo ist das Vertrauen in moderne Technik so ausgeprägt wie in den Planungsabteilungen des amerikanischen Militärs.
Dabei verlief schon der Einsatz in Deutschland in Wahrheit nicht ganz so glänzend, wie ihn anschließend der goldene Pinsel der Erinnerung malte. Der britische Autor Max Hastings hat in seinem Buch "Armageddon" mit dem kalten Blick des Historikers die Frage gestellt, warum der Krieg nicht schon im Winter 44 zu Ende war, anstatt sich nach der Landung noch elende elf Monate hinzuziehen.
Die ersten Wochen nach der Landung laufen nach Plan. Das Oberkommando der Westalliierten hatte befürchtet, dass es die Deutschen schaffen könnten, die Landungstruppen an den Stränden festzunageln. Wäre es der Wehrmacht gelungen, die Angreifer dort einzukesseln, hätte die Invasion einen sehr viel blutigeren Verlauf genommen, als das ohnehin schon der Fall war.
Tatsächlich rücken die Alliierten zügig vor, nachdem sie ihre Brückenköpfe in der Normandie stabilisiert haben. Im August stehen sie bereits in Paris, Anfang September kaum mehr als hundert Kilometer von der Reichsgrenze entfernt. Was die Truppenstärke angeht, ist die Lage eindeutig: Dem Oberkommandierenden der alliierten Streitkräfte, Dwight Eisenhower, stehen 28 US-Divisionen zur Verfügung, 18 englische und kanadische Einheiten, eine polnische und, aus politischen Gründen, 8 französische. Die Wehrmacht verfügt im Westen über 48 Infanterie- und 15 Panzerdivisionen, die jedoch auf ein Viertel ihrer ursprünglichen Stärke geschrumpft sind. Bei den Panzern sind die Alliierten den Deutschen im Verhältnis 20:1 überlegen, bei den Kampfflugzeugen beträgt das Ungleichgewicht sogar 27:1.
Die Übermacht der alliierten Verbände scheint so erdrückend, dass Eisenhowers Generalstab mit einer Kapitulation des Deutschen Reichs im Herbst rechnet. Das britische Luftfahrtministerium hat bereits Weisung erteilt, Granaten und andere Explosionskörper in Sicherheit zu bringen, damit die Soldaten im Rausch der Siegesfeier keinen Unsinn anstellen. "Alles läuft wunderbar rund", schreibt Oberst George Turner-Cain von den British 1st Herefords in sein Tagebuch. "Die Gerüchteküche brodelt. Das Schweizer Radio meldet, dass Hitler nach Spanien geflohen ist."
Doch dann frisst sich die Front fest. Die amerikanischen und britischen Kommandeure setzen nicht entschieden genug nach, wo sich der Feind zurückzieht. Wenn sie auf Widerstand stoßen, warten sie, bis gepanzerte Einheiten nachgeführt sind. Das schont die Infanterie, verlangsamt aber den Vormarsch. So können sich die Deutschen sammeln und neu gruppieren. In den nachfolgenden Gefechten zeigt sich die immer noch beträchtliche Kampfkraft der Wehrmacht.
Die Mehrzahl der GIs kommt frisch aus dem Ausbildungslager und feuert nun in Frankreich zum ersten Mal auf Menschen, viele Kommandeure haben noch nie im Feindbeschuss gestanden. Die deutsche Armee hingegen kämpft im fünften Jahr. Auch wenn viele Einheiten inzwischen mit Rekruten aufgefüllt wurden, die jung und unerfahren sind, gibt es noch immer genug erfahrene Frontkämpfer. Wer sich als Offizier als unfähig erwiesen hat, ist längst seines Postens enthoben oder tot.
"Ein Teil der deutschen Begabung für Krieg war die Fähigkeit, jede Gelegenheit beim Schopf zu ergreifen und die Schwäche des Gegners auszunutzen", schreibt Hastings mit einer Bewunderung für das Improvisationstalent der Wehrmacht, die nur einem Briten gestattet ist. "Es war ein Prinzip des gesamten Krieges, dass die deutsche Armee einen Fehler sofort erkannte und dann bestrafte."
Der Rückschlag erfolgt in den Morgenstunden des 16. Dezember: Deutsche Panzerverbände greifen zur Überraschung der Amerikaner und Briten auf einer Front entlang der Ardennen an. Weil ihnen niemand sagen kann, was vor sich geht, bricht unter den alliierten Soldaten Panik aus. Kaum etwas schadet dem Kampfgeist einer Truppe mehr als konfuse Führung. Binnen fünf Tagen zerstören die Deutschen 300 Panzer und machen über 25 000 Gefangene. "Die Feindmoral war höher als jemals zuvor während der gesamten Kampagne", heißt es in einem Bericht der U. S. Army.
Auf den Kriegsverlauf hat die deutsche Offensive allerdings keinen großen Einfluss mehr. Der Plan, einen Keil zwischen Briten und Amerikaner zu treiben, um dann zur Hafenstadt Antwerpen vorzustoßen, ist schon auf dem Papier unrealistisch. Dazu kommt die Unwegsamkeit des Geländes. Der Weg durch die Ardennen bietet den Vorteil, dass niemand ausgerechnet hier mit einem Angriff der Deutschen rechnet. Damit sind aber auch die Schwierigkeiten benannt: Über die engen Straßen kommen die Panzer nur mühsam voran. Ein umgestürzter Baum oder ein liegen gebliebener Wagen reichen aus, um einen ganzen Zug aufzuhalten.
Am Ende sind es indes nicht die Gelände-, sondern die Treibstoffprobleme, die den Vormarsch stoppen. Viele Panzer müssen aufgegeben werden, weil sie unterwegs mit leerem Tank stehen bleiben. 450 Liter Sprit verbraucht ein Kampfpanzer vom Typ "Panther" auf 100 Kilometer. Den Besatzungen bleibt keine andere Wahl, als sich zu Fuß zu den eigenen Leuten durchzuschlagen, nachdem sie ihre Maschinen zerstört haben, damit diese nicht den Alliierten in die Hände fallen.
Am 23. Dezember ist klar, dass der Vorstoß gescheitert ist. Die Verluste sind auf beiden Seiten etwa gleich hoch: Insgesamt 120 000 Mann sind tot oder verwundet, für die Amerikaner ist es die blutigste Schlacht des gesamtes Krieges. Bei den Deutschen reißt der Ausfall Lücken, die sich nicht mehr schließen lassen.
Keine Neuerung verkörpert die Doktrin des "Shock and Awe" mehr als der Bombenkrieg. Schon im Ersten Weltkrieg hatten Franzosen, Briten und Deutsche mit dem Abwurf von Fliegerbomben experimentiert. Die Diskussion, ob solche Einsätze nicht gegen Völkerrecht verstießen, wurde pragmatisch gelöst: Man unterschied zwischen zivilisierten Nationen und Wilden. Nur der Bombeneinsatz gegen Städte in der zivilisierten Welt galt als problematisch.
Das Flächenbombardement, wie es die Alliierten entwickeln und dann zur Perfektion bringen, ist die konsequente Fortentwicklung des Gedankens, dass die größere Feuerkraft den modernen Krieg entscheidet, nicht mehr der Mut oder die Zähigkeit des einzelnen Schützen. Was im Mai 1940 mit einem Luftschlag auf Mönchengladbach beginnt, dem damit die zweifelhafte Ehre zufällt, die erste aus der Luft bombardierte Stadt Deutschlands zu sein, wächst sich schon bald zu einem Luftkrieg aus, der die Kriegsführung revolutioniert.
Im Mai 1942 fliegt die Royal Air Force unter dem Kommando von Luftwaffenmarschall Arthur Harris den ersten Tausend-Bomber-Angriff auf Köln, in nur 90 Minuten werden 3300 Häuser vollständig zerstört. Dass sich auch diese Verheerung noch übertreffen lässt, zeigt die Angriffsserie auf Hamburg, bei der die alliierten Luftflotten der Hafenstadt so zusetzen, dass anschließend ein Drittel der Wohngebäude in Trümmern liegt.
Schon in der Endphase des Krieges zweifeln einige am Sinn des "Area Bombing". Harris hatte angekündigt, das Reich mit dem Terror aus der Luft in die Kapitulation zu zwingen. "Moral Bombing" nennt er die Angriffe auf die Zivilbevölkerung. Aber sobald die Deutschen aus dem Luftschutzkeller gekrabbelt sind, machen sie einfach weiter mit ihrem Krieg.
So steigern die Verantwortlichen in ihrer Ratlosigkeit die Zahl der Einsätze und die Zerstörungsintensität, eine Eskalation, die später auch in anderen Kriegen zu beobachten ist. 60 Prozent der gesamten Bombenlast fallen in den acht Monaten zwischen September 1944 und April 1945 auf deutsche Dächer. Als den Bomberstaffeln strategisch relevante Ziele ausgehen, nehmen sie als "Füllziele" Städte, die wegen ihres mittelalterlichen Baubestands besonders gut brennen.
Erst der Selbstmord Hitlers und die eine Woche später folgende Einstellung der Kampfhandlungen machen dem Wahnsinn ein Ende. Bis die Japaner ihrem Bündnispartner folgen und sich ebenfalls ergeben, vergehen noch einmal vier Monate. Dann schweigen auch im Pazifik die Waffen, beinahe auf den Tag genau sechs Jahre nachdem der Zweite Weltkrieg begann.
Die siegreichen Rückkehrer erwartet ein begeisterter Empfang. Fünf Millionen Mann haben bei der U. S. Army gedient. Von den Überlebenden hat die Mehrheit nie einer Kampfeinheit angehört oder auf den Feind auch nur einen Schuss abgegeben, aber das ist egal: Jeder, der gegen Hitler-Deutschland eine Waffe trug, ist jetzt ein Held. Und der Ruhm wächst mit dem Abstand weiter. Als "Greatest Generation" gehen die Veteranen ins kollektive Gedächtnis ein, als die tapferste Generation, die Amerika je hervorgebracht hat.
Die Überlebenden des Ersten Weltkriegs waren noch arme Hunde, die ihren Weg zurück ins Zivilleben selbst finden mussten. Diesmal sorgen großzügige Eingliederungshilfen dafür, dass sich die Rückkehrer nicht im Stich gelassen fühlen. So ist der Zweite Weltkrieg auch ein großer Gleichmacher. Viele junge Männer, die ansonsten nie die Möglichkeit dazu gehabt hätten, bekommen eine Hochschulbildung und damit unverhoffte Aufstiegschancen.
Mit dem Ende des Krieges wird militärisch Bilanz gezogen. Panzergeneral George Patton präsentiert bei einer Kommandeurstagung eine Statistik, die nach seiner Meinung die Richtung weist. Die Schützen einer typischen US-Infanteriedivision hatten dem Gegner 37 Prozent der Verluste zugefügt, aber viele Tote zu beklagen: 92 Prozent der gefallenen US-Soldaten waren Infanteristen. Auf die Artilleristen entfielen nur 2 Prozent der Toten, obwohl sie beim Ausschalten des Gegners erfolgreicher waren.
"Es gibt keine Rasse auf Erden, die so gut darin ist, mit Maschinen umzugehen, wie die Amerikaner", bringt Patton seine Sicht auf den Punkt. "In jedem toten Soldaten stecken etwa 40 000 Dollar. Wenn wir ihn für ein paar Dollar mehr am Leben halten, ist das eine gute Investition." Was der Panzergeneral hier etwas salopp formuliert, ist ziemlich genau das, was bald als Richtlinie gilt: In der Armee der Zukunft soll der Soldat möglichst in Distanz zum Gegner operieren, an die Stelle der Infanterie treten zunehmend Artillerie und Luftwaffe. Die Anwendung von "overwhelming firepower" wird damit Doktrin.
In einem kleinen Dschungelland auf der anderen Seite der Erdkugel bietet sich 20 Jahre später die Gelegenheit zu zeigen, was man aus dem D-Day gelernt hat. Nur wenige ahnen zu Beginn, dass der Versuch, den Erfolg gegen Deutschland im Kampf gegen ein asiatisches Bauernvolk zu wiederholen, in einer Katastrophe münden wird.
Auch der Vietnamkrieg hat in diesem Sommer ein rundes Jubiläum. Am 7. August 1964 ermächtigt der US-Kongress Präsident Lyndon B. Johnson, alle "erforderlichen Maßnahmen" einzuleiten, "um irgendeinen Angriff auf US-Streitkräfte abzuwehren und weitere Aggressionen zu verhindern". In den Tagen zuvor waren zwei amerikanische Zerstörer im Golf von Tonkin mit Schnellbooten der nordvietnamesischen Küstenwache aneinandergeraten. Der Zwischenfall genügt der US-Regierung als Anlass für den Eintritt Amerikas in den Konflikt zwischen Nord- und Südvietnam; eine formelle Kriegserklärung wird es nie geben.
Ökonomisch und strategisch ist Südvietnam bedeutungslos. Das Land verfügt weder über bedeutende Bodenschätze noch über wichtige Industrieanlagen oder Häfen. Interessant ist allein seine Lage am Rande des kommunistischen Weltreichs. Wie Korea ist Vietnam politisch geteilt, womit es zum Prüfstein für die "Domino-Theorie" wird, die in den politischen Salons von Washington gerade en vogue ist: Kippt erst ein Staat Richtung Ostblock, kippt bald die ganze Region. So hat es Eisenhower den Amerikanern erklärt, so verkünden es nach ihm auch John F. Kennedy, Johnson und Richard Nixon.
Ausgerechnet die geopolitische Randlage prädestiniert Vietnam als militärisches Testgebiet: Die Armee verfügt über eine Reihe neuer Waffensysteme, für die ein "kleiner Krieg" weit entfernt von den Aufmarschgebieten in Europa ideal scheint, um sie gemäß ihrer Abnutzungsstrategie zum Einsatz zu bringen. Dass der "kleine Krieg" dann neun Jahre dauern wird, gehört zu den vielen bösen Überraschungen dieses Abenteuers.
Der Vietnamkrieg ist nicht nur der "längste heiße Krieg im Kalten Krieg", wie es der Historiker Bernd Greiner in seinem Standardwerk "Krieg ohne Fronten" geschrieben hat: Er ist auch derjenige, der bis heute den Rekord hält, was den Einsatz von Vernichtungsmitteln angeht. Bereits zwei Jahre nach Kriegseintritt der USA sind allein auf den Norden 860 000 Tonnen Bombenmaterial niedergegangen. Insgesamt verfeuern die US-Streitkräfte sieben Millionen Tonnen Bomben und Artilleriegranaten - das ist fast das Vierfache dessen, was an allen Fronten des Zweiten Weltkriegs zusammenkam.
Schon bald ist klar, dass sich ein Krieg wie in Vietnam nicht aus der Luft gewinnen lässt. Der Oberkommandierende der amerikanischen Streitkräfte, General William Westmoreland, verlangt im Februar 1968 zu den inzwischen 500 000 in Vietnam stationierten Soldaten noch einmal 200 000 weitere, um den Vietcong endlich aus seinen Rückzugsgebieten vertreiben zu können. Aber diese Aufstockung hätte das endgültige Eingeständnis bedeutet, dass man mit der bisherigen Strategie, die man den Amerikanern unter dem Motto "Spend shells, not men" verkauft hatte, gescheitert ist. Also entscheidet man sich, Westmorelands Bitte zu verweigern und den Bombenkrieg auszuweiten.
Die Doktrin des "Shock and Awe" sollte den Nachteil einer demokratischen Armee ausgleichen: Sie kann mit den eigenen Soldaten nicht so rücksichtslos verfahren wie die Armee einer Diktatur. Die Todesverachtung, die bei Waffen-SS und Roter Armee zum Selbstverständnis gehörte, war auch Ausdruck einer Führungsstruktur, in der ein Befehl Gehorsam verlangte, selbst wenn er den sicheren Untergang bedeutete. Es ist im Nachhinein atemberaubend, mit welcher Nonchalance russische Generäle Zigtausende ihrer Soldaten auch für zweifelhafte Geländegewinne opferten.
In Vietnam zeigt sich, dass die neue Kriegführung ebenfalls zu einer permanenten Eskalation von Gewalt führt, und zwar gerade weil Demokratien mehr Rücksicht auf die eigene Truppe nehmen müssen. Anders als ein Gegner, der den Kampf bis zur völligen Vernichtung führen kann, stehen Nationen wie die USA immer unter dem Zwang, ihr Engagement so kurz wie möglich zu halten. Was an Material zu viel da ist, fehlt an Zeit: Die Wähler werden unruhig, wenn der Strom an Gefallenen anschwillt. Also erhöhen die Verantwortlichen den Druck auf den Feind, um in einer Art Parforceritt den Sieg zu erzwingen. In dieser Radikalisierung liegt, wenn man so will, die schreckliche Ironie des modernen Krieges unter den Bedingungen parlamentarischer Kontrolle.
"Die Lösung sind mehr Bomben, mehr Granaten, mehr Napalm, bis die andere Seite zusammenbricht und aufgibt. Wir werden sie zu Brei zerstampfen", lautet der Befehl von Westmorelands Operationschef William DePuy, der die Tonnenideologie perfekt wiedergibt. Ganze Landstriche werden zu Todeszonen erklärt. Schon beim geringsten Widerstand ordern die Einheiten am Boden Unterstützung durch B-52-Bomber, die dann Quadratkilometer an Dschungel und Reisfeldern in Wüste verwandeln. Die Führungsstäbe verweisen auf die Flugblätter, mit denen man die Zivilbevölkerung zum Verlassen der umkämpften Gebiete aufgefordert habe. Dass Flugblätter in einer Bauerngesellschaft, in der viele nicht lesen können, von begrenztem Wert sind, kommt den Planern nicht in den Sinn oder wird verdrängt.
Das Dilemma, einen Krieg so zu führen, dass er der eigenen Bevölkerung vermittelbar bleibt, ohne dass man die Initiative verliert, wird mit jedem Tag größer: In dem Maß, in dem die Zahl der zivilen Opfer steigt, schwindet die moralische Legitimation - die aber ist in demokratisch verfassten Staaten unverzichtbar. "Das Gewissen Amerikas war Teil seiner Kriegsressourcen, und wir machten uns diese Ressource zunutze", hat der nordvietnamesische Oberst Bui Tin später zu Protokoll gegeben. "Amerika verlor, weil es eine Demokratie war."
Wie weit die Entgrenzung des Krieges auch die eigenen Soldaten brutalisiert hat, wird den Amerikanern am 20. November 1969 vor Augen geführt. In den Abendnachrichten zeigt CBS eine Reihe von Fotos eines Massakers, das Angehörige der "Task Force Barker" rund um den Weiler My Lai angerichtet haben. In einem Interview gibt einer der Täter Auskunft, wie er seine Waffe auf Dauerfeuer gestellt und dann "vielleicht 10 oder 15 von ihnen" erschossen habe. "Männer, Frauen und Kinder?", fragt der Interviewer. "Männer, Frauen und Kinder." "Und Babys?" "Und Babys.""Wie erschießt man Babys?" "Keine Ahnung, es kommt halt vor."
Im Nachhinein ist es erstaunlich, wie lange es gebraucht hat, bis die Geschichte an die Öffentlichkeit kam. Gerüchte über das Massaker hatten schon lange die Runde gemacht; Radio Hanoi hatte mehrmals über das Verbrechen berichtet, aber keiner der in Vietnam stationierten Journalisten fand es der Mühe wert, den Hinweisen nachzugehen. Erst ein bis dahin völlig unbekannter Freelancer mit Sitz in Washington nahm aufgrund einer Meldung über ein anstehendes Kriegsgerichtsverfahren gegen einen der Täter die Spur auf und brachte damit den Stein ins Rollen.
Auch das Desinteresse an der Verrohung ist eine Nachwirkung des Zweiten Weltkriegs. Die Heroisierung des amerikanischen GI zum mitfühlenden Befreier verbietet den Gedanken, er könnte sich vergessen und wehrlose Menschen über den Haufen schießen. "Gott sei Dank geben sich Marines nicht dieser Art von Barbarei hin", heißt es 1965 in einem Vergleich der Washington Post von Marine Corps und Wehrmacht: "Das amerikanische Militär weiß, wie wichtig es ist, Zivilisten zu schützen, wann immer es möglich ist."
Ganz so ritterlich, wie es die Erinnerung zeichnet, hatten auch alliierte Soldaten im Zweiten Weltkrieg nicht gekämpft. Der britische Autor Anthony Beevor hat für seine Erzählung des D-Day Tagebuchaufzeichnungen und Briefe ausgewertet, in denen offen über die Erschießung von Wehrmachtangehörigen berichtet wird. Auch dem deutschen Historiker Sönke Neitzel ist bei seinen Recherchen aufgefallen, dass die Zahl der deutschen Kriegsgefangenen in den ersten Tagen nach der Invasion gemessen am Kriegsverlauf zu klein war. Erst mit dem Vorrücken der Front normalisierten sich die Gefangenenzahlen.
Hätten die Amerikaner in Vietnam gewinnen können? Einen ehrenhaften Frieden hatte Präsident Nixon seinem Volk versprochen. Als die letzten Amerikaner im April 1975 Saigon verlassen, ist dies jedoch eine tiefe Demütigung: Alle Feuerkraft hat nichts genützt gegen eine Armee in Flipflops, die ihre Geschütze mit dem Fahrrad ins Gefecht karrte.
Statt eine ehrliche Diskussion über die Gründe für die Niederlage zu führen, schließt das Militär die Reihen und weist die Schuld der Politik zu. Dabei waren schon in den Anfangstagen Alternativen zum Bombenkrieg erwogen worden. Eine Reihe führender Offiziere um General Victor Krulak hatte die Aufstellung sogenannter Pazifizierungseinheiten angeregt, die sich nicht mehr in ihre Basen verschanzten, sondern mit der lokalen Bevölkerung lebten. Wirtschaftshilfe plus Schutz vor den Nachstellungen durch den Vietcong: Das war der Auftrag der "Combined Action Platoons", der als unverzichtbar galt, um die Guerilla einzudämmen.
Dieser Strategiewechsel wäre ein radikaler Schritt gewesen, dementsprechend heftig war der Widerstand im Generalstab. Greiner zitiert in seinem Buch einen höheren Offizier mit dem Satz: "Ich will lieber zur Hölle fahren, als meine Zustimmung dafür zu geben, dass die Armee der Vereinigten Staaten, ihre Institutionen, ihre Doktrin und ihre Tradition kaputt gemacht werden, nur um diesen lausigen Krieg zu gewinnen." So gab es am Ende nicht einmal 100 Einheiten zur Aufstandsbekämpfung; in ihnen dienten vor allem jene Soldaten, für die man bei den Marines keine andere Verwendung mehr hatte.
Es sollten fast drei Jahrzehnte vergehen, bis sich die Militärs an die Reformideen von einst erinnerten. Das Trauma der Niederlage ist nicht vergessen, aber verblasst, als sich die USA nach dem Anschlag auf das World Trade Center in einen neuen Krieg stürzen, diesmal gegen einen Wüstenstaat im Nahen Osten und ein Bergland am Hindukusch.
Im Irak setzen die Vereinigten Staaten noch einmal auf das bewährte Konzept der Feuerkraft. Eine reguläre Armee lässt sich damit erst mal in die Knie zwingen - schon nach 17 Tagen rollen die ersten "Abrams"-Panzer durch Bagdad. Einer Guerilla aber, die sich dann unter die Zivilbevölkerung mischt, kommt man so nicht bei. So droht sich das Debakel von Vietnam zu wiederholen, erst im irakischen Falludscha, dann in Afghanistan im Kampf gegen die Taliban.
Der Strategiewechsel, den General David Petraeus gegen enorme Widerstände in Washington durchsetzt, ist eine Besinnung auf die verschütteten Lehren aus Vietnam. Was im "Feldhandbuch FM 3-24 zur Aufstandsbekämpfung" als neue Einsatzlogik festgehalten ist, nimmt eine Reihe von Elementen auf, die schon die Reformer um General Krulak entwickelt hatten. Was 30 Jahre zuvor Pazifizierung hieß, wird nun "Partnering" genannt.
Die Grundfrage einer Demokratie im Kampf löst allerdings auch die neue Doktrin nicht: Wie führt man Krieg gegen einen Gegner, der über keine avancierten Waffen, aber dafür über eine unerschöpfliche Geduld verfügt? "Ihr habt Uhren, wir haben Zeit", soll ein vietnamesischer Unterhändler seinem amerikanischen Counterpart bei den Friedensverhandlungen entgegengehalten haben.
Eine Antwort ist nicht überliefert.
* Mit seinem Leibfotografen Heinrich Hoffmann.
Von Jan Fleischhauer

DER SPIEGEL 22/2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 22/2014
Titelbild
Der digitale SPIEGEL
Diese Ausgabe jetzt digital lesen

Die digitale Welt der Nachrichten. Mit interaktiven Grafiken, spannenden Videos und beeindruckenden 3-D-Modellen.
Sie lesen die neue Ausgabe noch vor Erscheinen der Print-Ausgabe, schon freitags ab 18 Uhr.
Einmal anmelden, auf jedem Gerät lesen - auch offline. Optimiert für Windows 8, Android, iPad, iPhone, Kindle Fire, BlackBerry Z10 sowie für PC/Mac.

Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Zeitgeschichte:
Entsetzen und Ehrfurcht

  • Originelle Geschwindigkeitskontrolle: Der singende Asphalt
  • Elektrische Pick-Ups und SUVs: US-Start-Up will den Markt revolutionieren
  • Faszinierende Aufnahmen: Ameisen laben sich an einem Wassertropfen
  • Trockenheit in Deutschland: Hohe Waldbrandgefahr - diesmal schon im Frühjahr