02.06.2014

HausmitteilungBetr.: Spionage

Am 6. Juni 1944 landeten alliierte Truppen in der Normandie - und die deutsche Wehrmacht war unvorbereitet. Denn die Heeresführung war getäuscht worden und erwartete die Invasion eher bei Calais, 250 Kilometer östlich. Ein deutscher Spion hatte den tatsächlichen Invasionsplan, annähernd korrekt, zwar verraten - die Information, die womöglich das Ende des Krieges hätte hinauszögern können, wurde jedoch ignoriert. Der Agent trug den Decknamen "Ostro"; tatsächlich hieß er Paul Fidrmuc, und nach dem Zweiten Weltkrieg sollte er als Journalist Karriere machen - unter anderem beim SPIEGEL. Redakteur Thomas Hüetlin und Hauke Janssen, Leiter der Dokumentationsabteilung, fanden heraus, dass Fidrmuc, der beinahe zehn Jahre als Spanien-Korrespondent für den SPIEGEL tätig gewesen war, vor allem als Nachrichtenbeschaffer, offenbar gute Kontakte zu Francos Geheimdienst unterhalten hatte. Die beiden für Fidrmuc zuständigen Ressortleiter waren ehemalige SS-Offiziere - und so ist dies auch ein Stück Aufarbeitung der SPIEGEL-Geschichte. Seite 120

DER SPIEGEL 23/2014
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