14.07.2014

ProzesseTeures Interview

Wettermoderator Jörg Kachelmann verklagt den Burda- und den Springer-Verlag auf 3,25 Millionen Euro Schmerzensgeld. Eine erst jetzt bekannt gewordene Entscheidung des Amtsgerichts Mannheim erhöhe "erheblich die Aussichten auf Erfolg", so Kachelmanns Medienanwalt Ralf Höcker. Man werde die Praxis der Bunten, "Zeugen zu kaufen und gegen Leute wie Kachelmann in Stellung zu bringen", nun zum Bestandteil der Klage auf Schmerzensgeld machen. Die Aussage bezieht sich auf Kachelmanns Exfreundin Verena C., die 10 000 Euro bezahlen musste, weil sie eine "uneidliche Falschaussage" abgegeben hatte. Dabei ging es um die Frage, ob sie gegen ihren erklärten Willen Sex mit ihrem damaligen Freund Kachelmann hatte. Im Kachelmann-Prozess wurde verhandelt, wie die Widersprüche zwischen ihrer Aussage bei der Polizei und ihrer Aussage in der Bunten zu erklären sind. Frau C. gab daraufhin an, das polizeiliche Vernehmungsprotokoll müsse falsch sein. Für das Interview soll C. 5000 Euro Honorar bekommen haben. Das Amtsgericht hatte wegen der Falschaussage Ende 2012 einen Strafbefehl über 3600 Euro erlassen. Damit wäre die Frau vorbestraft gewesen. Über ihre Anwältin bot sie eine Geldauflage von 10 000 Euro an, wenn das Verfahren eingestellt werde. Ein Sprecher der Bunten wies die Vorwürfe als "haltlos" zurück.
Von Bas

DER SPIEGEL 29/2014
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