27.10.2014

SPIEGEL-Gespräch„Wir sind Junkies“

Der Komiker Jürgen von der Lippe über die Rückkehr von „Geld oder Liebe“, das heutige Fernsehen und die Frage, ob der Herrenwitz noch zeitgemäß ist
Von der Lippe, 66, heißt eigentlich Hans-Jürgen Dohrenkamp und stammt aus dem Kreis Lippe. Seinen ersten Hit hatte er 1978 mit den Gebrüdern Blattschuss: "Kreuzberger Nächte". Im Fernsehen moderierte er von den Achtzigerjahren an Shows wie "So isses", "Donnerlippchen" und "Geld oder Liebe". Seine Berufskleidung sind schreiend bunte Hemden.
SPIEGEL: Herr von der Lippe, jetzt haben Sie ja gar keinen Grund mehr zu jammern.
Lippe: In meinem Alter finden sich dafür genügend Gründe. Irgendwas zwickt immer, zuletzt hatte ich Probleme mit der Schulter. Aber wenn Sie das Berufliche meinen, da läuft es sehr gut. Fast wird es mir gerade ein bisschen viel.
SPIEGEL: In der Vergangenheit haben Sie oft beklagt, dass das Fernsehen mit Ihnen nichts mehr anzufangen wisse. Nun bekommen Sie Ihre bereits abgesetzte Büchersendung im WDR zurück. Und Sie moderieren noch einmal die Kuppelshow "Geld oder Liebe", die bis 2001 im Ersten lief.
Lippe: Nun ja, ich mache eine Jubiläumssendung, weil die erste Folge jetzt 25 Jahre her ist(*). Die weiteren Ausgaben übernehmen junge Moderatoren. Meine Zeit für diese Art Unternehmungen ist vorbei.
SPIEGEL: Wenn der WDR Sie gebeten hätte weiterzumachen, hätten Sie doch Ja gesagt, oder?
Lippe: Ich hätte abgelehnt. In meinen Shows habe ich alles gesagt, was zu sagen ist, das muss man nicht aufwärmen. Die Kritiken könnte ich Ihnen doch schon vorab schreiben: "Warum tut er sich das an?", "Früher war er besser!" Ich demontiere nicht mein eigenes Denkmal. Außerdem bin ich überqualifiziert.
SPIEGEL: Bitte?
Lippe: Für eine Spielshow braucht man niemanden mit meiner Erfahrung. Für meine Büchersendung "Was liest du?" dagegen schon. Da können Sie keinen 20-Jährigen hinsetzen, der kaum etwas gelesen hat. Der Hauptgrund, warum ich keine große Unterhaltung mehr machen will, sind aber die Produktionsbedingungen. Ich habe noch die goldenen Jahre erlebt. Wir hatten Geld und jede Menge Zeit. Heute sind fast alle Shows Reihenabwürfe, du mietest für eine Woche ein Studio und zeichnest eine Sendung nach der anderen auf. Ich habe
das auch schon getan, aber heute muss ich mich dem nicht mehr unterwerfen.
SPIEGEL: Haben Sie sich für manche Sendungen geschämt?
Lippe: Nein, aber es wäre oft mehr drin gewesen. Etwa bei den Shows, die ich nach dem Ende von "Geld oder Liebe" für ProSieben und Sat.1 gemacht habe. Ich saß mit Autoren zusammen und wusste, wenn wir jetzt richtig Zeit hätten, kämen die tollsten Gags heraus. Aber dann hieß es schon: Kinder, wir müssen! Ich weiß auch nicht, warum heute bei jeder Sendung so viele Leute mitreden. Da gibt es einen Redakteur vom Sender, zwei Aufpasser von der Produktionsfirma, und wenn die nicht weiterwissen, wird der Chef gefragt. Früher habe ich einfach gesagt: Wir machen das. Und dann war gut.
SPIEGEL: Sie hätten einen guten Diktator abgegeben.
Lippe: Rubens hat auch nicht groß gefragt, was er als Nächstes malen soll. In der Kunst gibt es keine Demokratie. Da würde der innovativste Ansatz zerredet. Ich habe das oft erlebt. Ein Autor kommt mit einer witzigen Idee, und dann heißt es vom Sender: Das will die junge Zielgruppe nicht sehen. Wenn ich so eine Scheiße höre, werde ich verrückt.
SPIEGEL: Sendungen für Ältere finden sich im Programm doch genug.
Lippe: Zu Recht. Weil es von uns so viele gibt. Wir sind die Mehrheit. Ich höre, dass der WDR sich gerade darum bemüht, sein Programm zu verjüngen, was ich unsinnig finde. Die Sender sollten dankbar sein für jeden Zuschauer. Wenn es stimmt, dass die ganz Jungen nicht mehr fernschauen, weil sie nur noch im Netz unterwegs sind, warum jagen die Sender ihnen dann hinterher?
SPIEGEL: Aber deswegen können sie die Jungen doch nicht gleich aufgeben.
Lippe: Ich wüsste gar nicht, was 15-Jährige vor den Fernschirm locken würde: Schminktipps? Verhütung? Stellungen? Vielleicht sollte man einfach aufhören, in Schubladen zu denken, und spannendes Programm machen.
SPIEGEL: Aber die Show für die ganze Familie ist tot, spätestens mit dem Ende von "Wetten, dass ..?". Einverstanden?
Lippe: Weiß man's? Events wie die Fußball-WM oder der "Tatort" ziehen die Leute immer noch vor den Fernseher. Einer Show könnte das auch gelingen. Aber ein Jegliches hat seine Zeit, und die war bei "Wetten, dass ..?" lange genug. Am Moderator lag es jedenfalls nicht. Markus Lanz hat es wirklich gut gemacht.
SPIEGEL: Meinen Sie das ernst?
Lippe: Ja. Ich glaube nicht, dass die Sendung zu retten war. Auch Hape Kerkeling hätte das nicht geschafft.
SPIEGEL: Und jetzt?
Lippe: Muss man nach dem nächsten Ding suchen. Ich habe tolle amerikanische Formate gesehen. Zum Beispiel die Spielshow "You Deserve It". Die Macher wählen jemanden aus mit Geldsorgen. In einer Folge war es eine Mutter, der 50 000 Dollar für eine Herzoperation fehlten. Das amerikanische Gesundheitssystem kennen wir ja. Einer ihrer Söhne nahm an der Sendung teil, ohne dass sie davon wusste. Am Ende bekam sie mitgeteilt, dass ihr Sohn die Summe X für sie erspielt hatte. Ich habe geheult wie ein Schlosshund. Warum gibt es das bei uns nicht?
SPIEGEL: Das Konzept klingt ehrlich gesagt ein bisschen zynisch.
Lippe: Wenn Sie es Zynismus nennen wollen, dass man mit Gefühlen arbeitet, bitte. Aber es wäre Unsinn, es deswegen nicht zu machen. Sie müssen die Zuschauer packen.
SPIEGEL: Glauben Sie, ein leicht untersetzter Mann mit Vollbart könnte heute im deutschen Fernsehen noch Karriere machen?
Lippe: Ist es an Ihnen vorbeigegangen, dass der Vollbart gerade der Trend schlechthin ist? Und für mein Gesicht ist er einfach die beste Lösung.
SPIEGEL: Sie waren einer der Ersten, die im deutschen Fernsehen auch mal "Scheiße" gesagt haben. Wie sehen Sie heutige Provokateure wie Joko und Klaas?
Lippe: Als die beiden noch bei ZDFneo waren, fand ich sie besser. Da hatten sie Raum für Gespräche. Aber wahrscheinlich hat ProSieben gesagt, lasst das, sonst gehen uns die Kids stiften. Ewig lange werden Joko und Klaas als Pärchen ohnehin nicht funktionieren. Erstens werden sie sich irgendwann auf die Nerven gehen, zweitens sehe ich Klaas jetzt schon öfter allein im Fernsehen. Er könnte auch eine eigene Late-Night-Show machen.
SPIEGEL: Als neuer Harald Schmidt?
Lippe: Warum nicht.
SPIEGEL: Sky hat Schmidt im März abgesetzt. Woran ist er gescheitert?
Lippe: Der ist doch nicht gescheitert. Er hat einfach zu häufig den Sender gewechselt, die Sache ausgereizt, und dann war Schluss.
SPIEGEL: Warum so nett? Früher haben Sie in Interviews schon mal gern auf Kollegen draufgehauen.
Lippe: Dazu habe ich mich in jungen Jahren hinreißen lassen, aber das gehört sich eigentlich nicht. Ich habe mir irgendwann angewöhnt, nur zu loben. Wenn ich nicht lobe, kann jeder seine Schlüsse ziehen.
SPIEGEL: Dann loben Sie doch mal ... Jörg Pilawa!
Lippe: Ein charmanter und witziger Moderator. Auch wenn ich mich bei manchen Sachen frage, warum er sie macht. Wie diese Musikshow neulich, in der deutsche Fernsehprominenz Weltstars imitiert hat. Ich bin wirklich musikbesessen, aber ich will nicht sehen, wie eine Nonnendarstellerin aus der ARD ein Lied von Madonna nachsingt. Es war das nackte Grauen.
SPIEGEL: Loben Sie bitte Andy Borg.
Lippe: Ein Vollblutunterhalter. Seine Fernsehtätigkeit ist allerdings nichts, was mich um den Schlaf bringt.
SPIEGEL: Florian Silbereisen?
Lippe: Seine Partnerin Helene Fischer ist zauberhaft.
SPIEGEL: Ihr eigenes Image war immer etwas widersprüchlich. Einerseits lassen Sie auf der Bühne gern den Bildungsbürger raushängen.
Lippe: Ich bin ein Klugscheißer. Weil es mir Spaß macht. Und weil ich es kann.
SPIEGEL: Andererseits hatten Sie schon früh den Ruf des Zoten-Onkels. Wir zitieren den SPIEGEL von 1986: "In der Tat verkauft von der Lippe seine vorsätzlich blöden Scherze ... in der schmierig-tuntigen Manier eines Rummelplatz-Conférenciers und unterbietet mühelos jedes Niveau."
Lippe: Den Namen des Autors habe ich mir gemerkt. Wir hatten ein langes Gespräch geführt, er hat mich vollgeschleimt, und dann hat er diesen Quatsch geschrieben. Das habe ich ihm übel genommen. Damals hatte ich noch kein dickes Fell.
SPIEGEL: Nagt das Urteil der Kritiker nicht mehr an Ihnen?
Lippe: An mir nagt nichts. Ich bin nicht gramgebeugt. Ohnehin hat mich die Altersmilde inzwischen voll erwischt. Ich rege mich kaum noch auf.
SPIEGEL: Dann lassen Sie uns darüber sprechen, ob der Herrenwitz noch zeitgemäß ist.
Lippe: Wenn Sie den definieren können, gern.
SPIEGEL: Wir meinen Sprüche wie diesen aus Ihrem aktuellen Bühnenprogramm: Sie hätten sich früher an Karneval als Tarzan verkleidet, damit die Frauen Ihnen an die Liane fassen können.
Lippe: Das ist ein humoristischer Kunstgriff, um das nachfolgende Material deutlicher abzugrenzen. Aber wir sind damit schon in einer ganz anderen Diskussion. "Der Herrenwitz" war doch damals auch die Überschrift dieser abgekarteten Brüderle-Geschichte im Stern.
SPIEGEL: Abgekartet?
Lippe: Meine Güte, ein angetrunkener Herr, der nicht im Dienst ist, sogar seine Pressedame als Anstandswauwau dabei hat und dann etwas Frivoles sagt. Das als sexistischen Übergriff zu verkaufen, war das Allerletzte.
SPIEGEL: Es war keine Privatveranstaltung, sondern ein Empfang der FDP, und Rainer Brüderle ist nicht irgendein älterer Herr.
Lippe: Dann muss man als Journalistin doch nicht ein Jahr warten, bis man das aufschreibt. Ich bleibe bei meiner Meinung. Und jetzt würde ich gern noch mal genauer wissen, was ein Herrenwitz ist.
SPIEGEL: Er wird von einem Mann erzählt. Und ihm liegt ein eher schlichtes Geschlechterbild zugrunde: Frauen gehen am liebsten shoppen, Männer wollen nur Sex.
Lippe: Darauf antworte ich Ihnen mit meinem Lieblingszitat von Joschka Fischer: "Mir gehen diese Klemmchauvis auf den Sack ... die auf breiter Schleimspur der Frauenemanzipation hinterhergleiten."
SPIEGEL: Aha.
Lippe: Das fängt schon bei dieser Gender-Scheiße an. Das macht mich fertig.
SPIEGEL: Definieren Sie bitte "Gender-Scheiße".
Lippe: Diese sprachliche Unsitte, dass man immer auch die weibliche Form erwähnen muss: "Liebe Kolleginnen und Kollegen." Das werden Sie jetzt wieder als Herrenwitz verstehen, aber wenn ich "Mit-Glieder" sage, müsste ich politisch korrekt doch auch "Mit-Mösen" sagen.
SPIEGEL: Können Sie mit Feminismus generell etwas anfangen?
Lippe: Bei mir hört es schon auf mit der Forderung nach einer Frauenquote in Aufsichtsräten. Damit ist niemandem gedient. Ich habe weiß Gott kein Problem mit weiblichen Führungskräften, ich habe immer unter Frauen gedient. Ich habe eine Managerin, ich hatte eine Produzentin. Aber eine Quote würde zu nichts Gutem führen, da sie Personen in Positionen brächte, nur weil sie das richtige Geschlecht haben.
SPIEGEL: Finden Sie es nicht legitim, dass Frauen in allen Lebensbereichen Gleichberechtigung einfordern?
Lippe: Manchmal ist das einfach schreiender Blödsinn. Ich gebe Ihnen ein Beispiel. Eine Feministin wurde neulich in einem Interview gefragt: "Was machen Sie, wenn Sie und Ihr Mann im Schlafzimmer liegen, und Sie hören unten im Flur ein verdächtiges Geräusch?" Traditionell würde der Mann sagen: Schatz, ich geh runter. Aber was
antwortet sie? "Ich erwarte schon, dass die beiden gemeinsam runtergehen und das Problem partnerschaftlich lösen." Okay, wenn meine Partnerin die Boxerin Regina Halmich ist, können wir das gern so halten.
SPIEGEL: Fragen Sie sich, ob man mit 66 Jahren noch jeden Witz machen kann?
Lippe: Das tue ich. Ich bin da sehr selbstironisch. Wenn ich in einem Sketch den Eindruck erwecke, dass ich sexuell sehr aktiv bin, ist das per se schon komisch. SPIEGEL: Treibt Sie die Frage um, wie man als Künstler in Würde altern kann?
Lippe: Mich treibt zunächst einmal um, wie man alt werden kann, ohne den Spaß am Leben zu verlieren. Ich habe meinen Vater vor Augen, der 93 wurde und sich in den letzten zehn Jahren seines Lebens nicht mehr wohlgefühlt hat. Weil er Witwer war und es ihm gesundheitlich schlecht ging.
SPIEGEL: Sie haben einmal gesagt, Sie würden krank werden, wenn die Leute nicht mehr über Sie lachen. Eine drastische Aussage.
Lippe: Unsereins ist süchtig. Süchtig nach der Bühne. Wir sind Junkies. Es gibt den psychologischen Terminus des Histrionikers, der diese Störung beschreibt. Das sind Menschen, die nach Beachtung streben. Wir sind Patienten.
SPIEGEL: Sind Sie auch süchtig danach, auf der Straße erkannt zu werden?
Lippe: Das war für mich nie der Impetus. Mir genügt es, wenn sich einer am Tag an mich erinnert und etwas Nettes zu mir sagt. Etwa: "Im Fernsehen sind Sie viel dicker."
SPIEGEL: Ausprobieren, wie das Leben ohne Bühne wäre, wollen Sie nicht?
Lippe: Nein, aber ich trete mit meinem Comedyprogramm nicht mehr vor 3000 Zuschauern auf, das kostet mich inzwischen zu viel Kraft. Mir reichen jetzt 1500.
SPIEGEL: Ihre Fähigkeiten schwinden?
Lippe: Es geht mir darum, die äußeren Bedingungen zu verbessern. Um mich auf der Bühne sicher und gut zu fühlen, muss ich die Gewissheit haben, alle zu erreichen. Ich spüre, dass die Energie, die ich aussende, nicht mehr genügt, um eine große Halle zweieinhalb Stunden zu unterhalten.
SPIEGEL: Showmaster zählen zu den größten Stars ihrer Zeit. Aber sie arbeiten für den Augenblick. Von Kulenkampff oder Frankenfeld ist kaum mehr geblieben als ein paar Schnipsel auf YouTube. Sorgen Sie sich um Ihren Nachruhm?
Lippe: Ich bin kein Showmaster. Mein Beruf ist Bühnenkomiker. Alles andere ist Dreingabe. Aber ich habe 13 Bücher geschrieben und mehr Alben herausgebracht als die Beatles. Ich bin Kulturgeschichte.
SPIEGEL: Herr von der Lippe, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
* Mittwoch, 29. Oktober, 20.15 Uhr, WDR.
* Alexander Kühn und Ann-Kathrin Nezik in Cottbus.
Von Alexander Kühn und Ann-Kathrin Nezik

DER SPIEGEL 44/2014
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