07.03.2015

StromtrassenGabriel in Erklärungsnot

Warum wurde ausgerechnet der Wahlkreis von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ausgewählt, um die teure Verlegung einer Höchstspannungstrasse unter die Erde zu erproben? Die Behörde des Ressortchefs weiß das auch nicht so genau. In einer Antwort auf die parlamentarische Anfrage des Grünen-Abgeordneten Oliver Krischer verweist das Wirtschaftsministerium lediglich darauf, dass man mit dem Vorhaben "technisches Neuland betrete" und "umfassende Erfahrungen mit dem Einsatz von Erdkabeln auf Höchstspannungsebene" gewinnen möchte. Gabriel wird vor allem aus Bayern dafür kritisiert, dass das Erdverkabelungs-Pilotprojekt in seinem Wahlkreis geplant ist. "Im Gegensatz zu Gabriels Wahlkreis haben Hunderte Ortschaften keine Chance auf ein Erdkabel und müssen Freileitungen akzeptieren", kritisiert Energieexperte Krischer. Er fordert, Erdverkabelung überall dort einzusetzen, wo Konflikte entschärft und die Akzeptanz verbessert werden könnte.
Von Gt

DER SPIEGEL 11/2015
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Stromtrassen:
Gabriel in Erklärungsnot

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