17.05.1999

MUSIKFERNSEHENViva speckt ab

Die schleichende Krise der deutschen Popbranche (SPIEGEL 19/1999) hat nun offenbar den Kölner Musiksender Viva erreicht. Zum 1. Juli werden dort und bei dem verlustbringenden Schwestersender Viva 2 acht Sendungen aus dem Programm gekippt - darunter die abendlichen Spezialshows "WordCup", "Berlin House" und "Niteclub". Das kostenzehrende und im Sender als Flop bewertete Comedy-Format "Viva Family" wurde bereits eingestellt. "Die Zeiten von 30 Prozent Wachstum pro Jahr sind auch bei uns erst einmal vorbei", kommentiert Viva-Chef Dieter Gorny, 45, der für die umsatzschwächelnden Plattenkonzerne und Anteilseigner Sony, Warner, Polygram und EMI die Sendergeschäfte führt. Von den Maßnahmen zur "Programm-Optimierung" (Gorny) sind rund 40 Arbeitsplätze bei externen Produktionsfirmen betroffen. Auf der Düsseldorfer Telemesse im August will Programmchefin Patricia Gebhardt, 32, ein runderneuertes Sendeschema vorstellen - das Abspecken soll als Chance zu einer neuen Qualität genutzt werden. Bis dahin werden die Lücken mit Videokonserven gefüllt.

DER SPIEGEL 20/1999
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MUSIKFERNSEHEN:
Viva speckt ab

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