18.04.2015

BriefeFrust weggepustet

Nr. 15/2015 Eine Widerrede gegen die Mythen der „Demokalypse“
Was für ein großartiger, mutiger Artikel, und wie fair und demokratisch vom Spiegel, sich mit dieser Widerrede in der Serie über Demografie selbst zu widersprechen! Herzlichen Dank für so viel Toleranz und Optimismus.
Inke Bichara, La Celle St. Cloud (Frankreich)
Ihre Serie macht deutlich, wie notwendig eine mit Vernunft gesteuerte Migrationspolitik für Deutschland wäre, wenn wir nicht den Kollaps unserer Sozialsysteme riskieren wollen. Zigtausende zum Teil gut ausgebildete Flüchtlinge suchen Schutz in unserem Land. Unseren Politikern fällt nichts Besseres ein, als billige Behelfsbauten zur Unterbringung zu schaffen, Flüchtlinge von der Teilhabe an Arbeit und selbstbestimmtem Leben auszugrenzen sowie Millionen für menschenverachtende Abwehrmaßnahmen an den EU-Außengrenzen zu verschleudern.
Manfred Wendl, Cuxhaven
Die Zukunftsserie hat meinen doch gelegentlich aufgetretenen Frust über Journalistenhäme weggepustet, wie das keine wissenschaftliche Veranstaltung geschafft hätte. So die Menschen umzustimmen auf ein langes Leben - das ist es! Danken möchte ich für den brillanten Aufsatz. Das ist die Zukunft! Es müssen nur noch möglichst viele Leute begreifen.
Dr. Henning Scherf, Bremen
ehem. Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen
Die herrschende Meinung, die Sie mit Ihrer Analyse herausfordern, verdankt ihre Dominanz auch dem Interesse mächtiger politischer und gesellschaftlicher Organisationen und Strukturen an der weiteren Gültigkeit der demokalyptischen Doktrin. Denn die Veränderung des Altersaufbaus der Bevölkerung eröffnet Gestaltungschancen in allen Bereichen des Lebens. Deren Wahrnehmung ist jedoch nur schwer mit den hergebrachten sozialen und politischen Herrschaftsstrukturen vereinbar. Denn diese sind nicht auf Offenheit, Vielfalt und aktive Teilhabe ihrer Mitglieder oder Nutzer an den Innovationen und Veränderungen ausgelegt. Sie sind vielmehr entschlossen, ihre zentralistischen und planwirtschaftlichen Strukturen gegen Offenheit und Vielfalt zu verteidigen. Ihre Grundhaltung ist nicht demokratisch, sondern paternalistisch. Vater Staat wünscht keine Konkurrenz durch Bürgerinitiativen und Teilhabewünsche. Das gilt auch für die großen, staatlich finanzierten Sozialverbände.
Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, Dresden
ehem. Ministerpräsident von Sachsen
Wenn die Babyboomer den Schwerpunkt des deutschen "Weihnachtsbaums" nach oben treiben und die Sozialkassen stark belasten, wird das nach Meinung des sonst so optimistischen Autors eine schwierige Zeit, aber keine Endzeit. Es geht ja auch "nur" um die drei Dekaden 2020 bis 2050. Nach dem Ableben der Babyboomer wird alles wieder freundlicher aussehen. Wie bitte? 30 Jahre Turbulenzen nah vor uns, und Sie machen mit bei einer unverantwortlichen Verharmlosung der demografischen Entwicklung? Erstaunlich.
Dr. Wolfgang Hegels, Berlin
Endlich ein Beitrag, der mit Mythen und Legenden aufräumt und sie als Ausreden entlarvt. Wunderbar gegen den Mainstream der ach so kritischen Zukunftsmahner à la Sinn.
Edda Castelló, ehem. Verbraucherschützerin, Hamburg

DER SPIEGEL 17/2015
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