08.07.1991

Jochen Grabler,

30, Wahlkampfleiter der Bremer Grünen für die Bürgerschaftswahl am 29. September, kann einen ersten strategischen Erfolg verbuchen: Ein Plakat seiner Partei wurde zum Verkaufs- und Lachschlager. Unter Anspielung auf die äußere Ähnlichkeit der beiden Bürgermeisterkandidaten Klaus Wedemeier (SPD) und Ulrich Nölle (CDU) ist in den Straßen Bremens rot-weiß auf schwarz zu lesen: "Wedemeier/Wedenölle/Nöllemeier/ Nödeldödel" . Selbst die "feinere Gesellschaft" der Hansestadt, sogar "Oberschulräte und Gewerkschaftler" erwerben laut Grabler das Plakat zum häuslichen Gebrauch: "Das wird gut verkauft." Die Annoncen der Spitzenkandidatin Helga Trüpel-Rüdel wurden in Bremen allerdings als unfreiwilliger, wenn auch vielbelachter Gag empfunden statt als "scharfe Waffe der Selbstironie" (Grabler). Die grüne Politikerin wirbt für sich mit dem Spruch: "Lieber Trüpel-Rüdel als Nödeldödel".

DER SPIEGEL 28/1991
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