23.09.1991

Wo ist das Gold geblieben?

Rund 25 Tonnen Gold sollten die Basis für die neuen Währungen der Baltenstaaten Estland, Lettland und Litauen werden. Doch nun zieren sich Briten, Amerikaner und Schweden, den Schatz herauszurücken. Nach der Annexion durch die UdSSR im Jahr 1940 hatten die Balten ihre Goldreserven im Ausland deponiert: 14 Tonnen in London, jeweils rund 4 Tonnen in Stockholm und Washington, 2,3 Tonnen in Paris. Die Schweden schickten das Gold nach Moskau, die Briten verkauften es 1967 zum Spottpreis, um die Immobilienverluste ihrer Landsleute im Baltikum abzugelten. Die Amerikaner verbrauchten einen Teil des Goldes für die Unterstützung von Exilbalten. Nur die Franzosen geben nun die 2,3 Tonnen zurück.

DER SPIEGEL 39/1991
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