25.11.1991

Gegendarstellung

Unter der Überschrift "Verdrehte Wahrheit" beschäftigt sich der SPIEGEL vom 4. November 1991 auf Seite 17 mit dem Partei-Archiv der PDS.
Sie behaupten, entgegen meinem Dementi hätte ich die sowjetische Führung doch gebeten, "Bundeskanzler Kohl zu beeinflussen, damit dieser die Öffnung des Partei-Archivs verhindert". Ferner hätte ich eine Veröffentlichung von Dokumenten aus dem Archiv für "eine echte Katastrophe" gehalten und statt dessen eine Vernichtung empfohlen.
Hierzu stelle ich fest: Zwar habe ich dem Genossen Portugalow vom Zentralkomitee der KPdSU gesagt, daß ich, würden die Dokumente KPdSU/SED Bundeseigentum, keinerlei Einfluß hätte und daß im Falle unterstellter eigenständiger Interessen sich der Generalsekretär der KPdSU an den Bundeskanzler und nicht an mich wenden müsse.
Von einer "Katastrophe" oder einer Vernichtung des Archivs war nur in bezug auf die persönlichen Daten von Mitgliedern illegaler Parteien in anderen Ländern die Rede, gegen die zum Teil Todesurteile vollstreckt werden sollen.
Berlin, 10. November 1991 Dr. Gregor Gysi

DER SPIEGEL 48/1991
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