25.11.1991

Gerangel um Porsche

Die Krise beim Sportwagen-Hersteller Porsche verschärft sich. Die Ertrags-Aussichten sind so trist, daß selbst Porsche-Manager inzwischen zweifeln, ob die Firma die nächsten Jahre als selbständiges Unternehmen überleben kann. An dem Gerangel um einen Einstieg bei Porsche (Eigentümer: die Familien Porsche und Piech) beteiligt sich neben Mercedes-Benz und Audi nun auch BMW. BMW-Chef Eberhard von Kuenheim verspricht Porsche weitreichende Selbständigkeit, wenn sein Konzern beteiligt wird. Größere Chancen hat allerdings Mercedes-Benz. Ohne Aufträge aus Untertürkheim (Produktion des Mercedes 500 E in der Stuttgarter Porsche-Fabrik und Entwicklungsarbeiten in Weissach) könnte Porsche kaum noch bestehen. Die Mehrheit des Familienstamms Porsche ist bereit, Mercedes als Partner zu akzeptieren. Der Clan zögert allerdings, weil dies einen Affront gegen Ferry Porsche, 82, bedeuten würde. Das Familienoberhaupt will die Firma selbständig halten. Audi-Lenker Ferdinand Piech versucht derweil, den Einfluß seines Familienstamms zu steigern und den Einstieg von Mercedes zu verhindern.

DER SPIEGEL 48/1991
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