„Wo du hinkommst, wird besser gekocht“

Im SPIEGEL Nr. 16 berichtete SPIEGEL-Redakteur Klaus Umbach über den Dirigenten Sergiu Celibidache, der nach dem Zweiten Weltkrieg, während der unterbrochenen Amtszeit von Wilhelm Furtwängler, ein paar Jahre das Berliner Philharmonische Orchester in dessen Stellvertretung leitete und sich seit längerem als Anhänger des Zen-Buddhismus ausgibt. Dabei wurde auch eine Auswahl der berüchtigten Ausfälle gegen tote und lebende Kollegen zitiert: „Karajan?, Schrecklich. Entweder ist er ein guter Geschäftsmann, oder er kann nicht hören.' Hans Knappertsbusch - ,ein Skandal', ,Unmusik bis dorthinaus'. Arturo Toscanini - ,eine reine Notenfabrik'. Karl Böhm - ein ,Kartoffelsack', dirigierte ,noch keinen einzigen Takt Musik in seinem Leben'.“ Dazu erreichte uns aus dem Himmel ein Telex in (himmlisch angemessener) englischer Sprache von Arturo Toscanini. „Vermittelt“ hat es der sonst extrem publizitätsscheue Dirigent Carlos Kleiber.

DER SPIEGEL 18/1989

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