10.07.1989

Atemsack gegen Höhenkrankheit

Über allen Gipfeln ist Ruh' und vor allem dünne Luft. Bergsteiger, die sich in Höhen über 4000 Metern aufhalten, laufen Gefahr, von einem Anfall "akuter Bergkrankheit" überrascht zu werden. Niedriger Luftdruck und die geringe Sauerstoffkonzentration der Bergwelt können schlagartig zum Kollaps führen. Stechende Kopfschmerzen und Brechreiz sind die Folge. US-Chemiker Igor Gamow hat nun ein Patentrezept gegen den Höhenkoller ersonnen. Bei beginnenden Symptomen holt der Gipfelstürmer eine aufblasbare Wurst aus dem Rucksack, klettert hinein und läßt die mannshohe Plastikblase von außen prallpumpen. Dabei wird die Luft in dem Ballon zusammengedrückt und simuliert so atmosphärische Verhältnisse wie im Flachland. Die bratwurstähnliche Atemglocke mit Sichtfenster wird derzeit am Mount Everest erprobt. Erfinder Gamow glaubt, damit "viele Leben retten" zu können: Bereits "nach zwei Stunden" seien alle Symptome kuriert - der Patient entsteige sichtlich erholt seinem Luftsack.

DER SPIEGEL 28/1989
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