09.10.1989

Hongkong-Chinesen wollen nach Ungarn

Ungarn steht womöglich eine neue Siedler-Welle bevor: Bei der Budapester Regierung meldete sich eine Delegation schwerreicher Hongkong-Chinesen, die eine neue Heimat für die Zeit nach 1997 suchen, wenn die britische Kronkolonie an China zurückgefallen ist. Das Massaker auf dem Pekinger Tienanmen-Platz im Juni vor Augen, wollen die Hongkonger auf keinen Fall unter das Regime der Volksrepublik zurück und suchen weltweit nach neuen Quartieren. Dabei kamen sie auch auf das - noch - kommunistisch regierte Ungarn, dem sie eine freiheitliche Zukunft zutrauen und das, so ihre Begründung, "weit genug von China entfernt liegt". Sie wollen für "mehrere tausend Familien" ein Klein-Hongkong an der Theiß bauen. Als Handgeld sagten sie Ungarn zwei Milliarden Dollar zu. Budapest will das Ansinnen wohlwollend prüfen.

DER SPIEGEL 41/1989
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Hongkong-Chinesen wollen nach Ungarn

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