09.10.1989

Türkei droht mit Wassersperre

Die Türkei droht, Syrien das Wasser abzustellen. Der türkische Ministerpräsident Turgut Özal erklärte zwar, das für Syriens Landwirtschaft lebenswichtige Euphratwasser werde so lange fließen, wie die Syrer sich an "bestimmte Abmachungen" hielten, bezweifelte aber gleichzeitig Damaskus' Vertragstreue und warnte: "Ich hoffe, die Syrer bedenken, daß unsere Geduld Grenzen kennt." Ankara wirft Damaskus vor, das 1987 unterzeichnete Sicherheitsabkommen verletzt zu haben. Damaskus gestatte kurdischen Rebellen weiterhin, die türkische Grenze zu überschreiten. Die Kurden, die in den ostanatolischen Provinzen der Türkei für eine autonome Region kämpfen, liefern der türkischen Armee seit Jahren heftige Kämpfe. Angeblich unterhalten sie in dem von Syrien besetzten libanesischen Bekaa-Tal ein Trainingslager.

DER SPIEGEL 41/1989
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