13.11.1989

Paris wirbt für Straßburg

Um Straßburg als Sitz des Europäischen Parlaments zu erhalten, wirbt Paris mit Millionen-Geschenken. Aus praktischen Gründen favorisieren die Abgeordneten den Standort Brüssel, wo schon jetzt regelmäßig die Ausschüsse und Fraktionen tagen. Deswegen versucht die französische Regierung, die Parlamentarier mit netten Gesten - Blumenstrauß und Taschenkalender zur Begrüßung - und besserer Infrastruktur zu verwöhnen. Die 518 Abgeordneten sollen Fernseher, Telefax-Geräte und Euro-Pieper im Werte von insgesamt fünf Millionen Mark erhalten. Die Kehrseite der teuren Gabe: Der Unterhalt für die technische Ausstattung würde den knappen Parlamentsetat mit etwa drei Millionen Mark pro Jahr belasten.

DER SPIEGEL 46/1989
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