13.11.1989

RÜCKSPIEGELZitate

Zitate *EINLEITUNG: General a.D. Gerd Schmückle im Bayernkurier über die Strauß-"Erinnerungen":
Strauß spricht unverwechselbar über Strauß, über Bayern und den Rest der Welt. Er hat seinen Lebensbericht nicht retuschiert, nur weil er damit mancher Kritik hätte ausweichen können. Denn tatsächlich bietet FJS in den "Erinnerungen" manche ungedeckte Flanke, als wolle er seine Gegner ein letztes Mal reizen zuzustoßen. Rudolf Augstein tat dies auch in der Rezension, die er dem Vorabdruck des Buches im SPIEGEL voranstellte - allerdings mit einer kritischen Hochachtung vor dem Politiker, den er zeitlebens journalistisch bis aufs Messer bekämpft hatte. *EINLEITUNG:
In einer Rezension des Theaterstücks "Sit venia verbo" von Michel Deutsch, das dem Philosophen Martin Heidegger gewidmet ist, erinnert die Frankfurter Allgemeine an das im SPIEGEL 23/1976 postum veröffentlichte Gespräch mit dem Denker der "Holzwege":
Spannender, informativer und zugleich entlarvender als das Theaterstück jedenfalls ist die erneute Lektüre des Gesprächs, das Heidegger mit Rudolf Augstein und Georg Wolff vor einem Vierteljahrhundert im Freiburger Haus des Philosophen führte. *EINLEITUNG:
Verleger Helmut Schmidt in der Zeit:
Der Umbau der geschriebenen Verfassung der DDR hat gewiß Zeit; aber die Öffnung der tatsächlichen, zwangsstaatlichen Verfassung hat keine Zeit. Wer die Öffnung verschieben oder bloß vortäuschen will, der hat Aussicht weder auf Herstellung eines DDR-Staatsbewußtseins noch auf "Stabilität und Ordnung" - zwei Worte aus dem Munde von Krenz, die abermals das Vertrauen in den von ihm verkündeten Reformprozeß untergraben. Dergleichen Ratschläge mögen den SED-Gremien unwillkommen sein; sie mögen sich "Einmischung" verbitten. Aber wir sind es nun einmal gewohnt, die politischen Vorgänge nicht nur in unserem eigenen Staat, sondern in aller Welt kritisch zu begleiten . . . Je früher Egon Krenz und das Zentralkomitee der SED endlich den DDR-Bürgern die Meinungen der Medien der Welt zugängig machen, um so eher können sie einen Teil des verlorenen Vertrauens zurückgewinnen. Wenn zum Beispiel die Zeit, die Welt, die FAZ und der SPIEGEL auch in Ost-Berlin, in Rostock und in Dresden gekauft und gelesen werden dürfen, wird man in der DDR beginnen können, auf Informationsfreiheit zu vertrauen.

DER SPIEGEL 46/1989
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