29.01.1990

Umarmung im Dunkeln

Es war eine große Liebesgeschichte, denn sie gründete sich ganz auf Wunsch, Phantasie, Verlangen nach Illusion, also auf Täuschung, und deshalb war es auch eine große Geschichte von Liebesverrat. Fast 20 Jahre lang lebte Bernard Boursicot in der Gewißheit, daß Shi Peipu die Traumfrau seines Lebens sei, wunderbare Geliebte und Mutter seines Sohnes Shi Dudu - dann, bei einer polizeilich erzwungenen Gegenüberstellung, mußte er sich dem Augenschein beugen: Shi Peipu war ein Mann. Boursicot brach ohnmächtig zusammen und unternahm später einen Selbstmordversuch.
Im Mai 1986 wurden der Franzose Bernard Boursicot und der Chinese Shi Peipu wegen Spionage zugunsten der Volksrepublik China in Paris zu je sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Ihre Lebensgeschichte ist von einer Unglaublichkeit, der es nichts nimmt, daß sie sich tatsächlich ereignet hat.
Sie beginnt 1964. Boursicot, gerade 20, hat einen entsprechenden Eignungstest des Außenministeriums bestanden und tritt seine erste Stelle an: als Buchhalter in der Botschaft in Peking. Der Junge aus der Provinz steht wie geblendet vor dem trügerischen Glanz des Diplomatenlebens und der Rätselhaftigkeit Asiens. Auf einem Empfang lernt er einen eleganten jungen Chinesen kennen, der ihn fasziniert.
Shi Peipu, 25, Sproß aus feinstem Mandschu-Geschlecht, hat als Kind bei Nonnen Französisch gelernt und gehört zu jener Creme, der ein freier Umgang mit Ausländern gestattet ist. Er ist ein Meisterschüler des berühmtesten Pekingopern-Spielers Mei Lanfang (der einst Bertolt Brecht für die Feinheiten der chinesischen Schauspielkunst begeistert hatte); er ist als Frauendarsteller, also als Sängerin und Tänzerin, ein Pekingopern-Star, und er hat Erfolg als Autor neuer Opern im traditionellen Stil; er ist ein Neffe des Vize-Kulturministers, er wird von der Frau des Premiers Tschou En-lai protegiert, und Mao selbst soll junge Opernschaffende ermuntert haben: Folgt dem Weg des Shi!
Bei einer ihrer nächsten Begegnungen läßt der Chinese den Franzosen - vielleicht aus blumigen Andeutungen - ein Geheimnis erraten, das er noch nie einem Menschen enthüllt habe: Er sei gar kein männlicher Frauendarsteller, wie in Peking jedermann glaubte, sondern eine wirkliche Frau. Nun ist der Franzose, vielleicht eben durch die Unglaublichkeit dieses Geheimnisses, blindlings entbrannt, und die große Liebe beginnt.
Wie das denn praktisch funktioniert habe, wollten die Richter 22 Jahre später in Paris, sozusagen von Mann zu Mann, recht genau wissen, und die Lacherfolge auf der Zuschauertribüne gaben ihrer Neugier recht. (Die Spionage war, daran gemessen, ganz uninteressant.)
Die vermeintliche Chinesin, so sagte Boursicot, habe die wegen der Heimlichkeit meist hastigen Umarmungen in ihrer Wohnung nur im Dunkeln erlaubt, und er habe dies als asiatische Schamhaftigkeit respektiert; im übrigen lag ihm vor Gericht daran, durch eine Zeugin klarzustellen, daß er als Jüngling, vor der Abreise nach Peking, sexuell nicht ganz unerfahren war. Shi erklärte, er habe in diesen intimen Augenblicken einfach sein Geschlechtsteil zwischen die zusammengepreßten Oberschenkel gequetscht und sich so dem liebesverblendeten Franzosen dargeboten.
Das mag zutreffen, und Shi hat seinem Liebhaber genug andere Beweise der Weiblichkeit geliefert. Spuren der Entjungferung, Menstruationsbeschwerden, eine Schwangerschaft und eine heimliche Abtreibung - all diese Bettaffären-Mißlichkeiten, die eine große romantische Schwärmerei eher beschädigen, hat Shi vorgetäuscht, vielleicht detailreicher, als dem Franzosen lieb war. Als der Ende 1965 aus Peking versetzt wurde, nahm er Abschied in der Gewißheit, daß seine Geliebte abermals schwanger sei, und später, auf seiner neuen Stelle in Saudi-Arabien, erhielt er mit der Post Photos eines entzückenden Babys, seines "Sohnes" Dudu.
Das eigentliche Rätsel in dieser bizarren Liaison heißt: Warum hat Shi Peipu all das inszeniert? Was hat der hochgebildete und hochsensible Opernstar an dem französischen Tölpel gefunden? Eine Antwort könnte sein: Er hat sich tatsächlich so sehr gewünscht, eine Frau zu sein, daß er den einen, einzigen Dummkopf auf der Welt fand, dessen Leichtgläubigkeit ihm diesen Wunsch erfüllte.
Das Kind ihrer Liebe hat er sich offenbar für viel Geld aus der fernen Provinz Sinkiang besorgt, wo ein eher langnasiger, hellhäutiger Volksstamm lebt; er hat es adoptiert und, mit Hilfe seiner Mutter, über viele Jahre großgezogen, ohne zu wissen, ob der "Vater" Boursicot dieses Kind je sehen würde.
Als der Franzose endlich seine Rückversetzung nach Peking erreicht, im Herbst 1969, ist die Kulturrevolution auf ihrem chaotischen Höhepunkt, und Boursicot muß lange suchen, bis er Shi wiederfindet: einen gefallenen Star, einen verfemten Künstler. Shi wehrt ab, er warnt, denn Kontakte mit Ausländern sind nun gefährlich, und er kann nur in Unauffälligkeit überleben. Doch Boursicot will von seiner Liebe nicht lassen und gerät folglich rasch ins Visier eines Geheimdienstes. Ein Genosse Kang bringt ihn mit der Drohung, anderenfalls würden "Frau" und "Kind" in einem Lager verschwinden, zur Mitarbeit, und fortan bedient Boursicot, der Verräter aus Liebe, den Genossen päckchenweise mit Botschaftspapieren. Er achtet darauf, daß es vorwiegend Bagatellkram ist, keine wirklich wichtigen oder geheimen Dokumente.
1972 wird Boursicot nach Dublin versetzt, und wieder dauert es Jahre, bis ihm ein Wiedersehen mit Shi gelingt - von der Äußeren Mongolei her, wo er von 1977 an als Gesandtschaftsfaktotum beschäftigt ist, unter anderem als Kurier, der regelmäßig mit diplomatischer Post nach Peking fliegen muß. Wieder ist dort der drohende Genosse Kang zur Stelle, und wieder liefert der Franzose an Papieren, was er für belanglos hält, bis der Chinese erklärt, auf dieses Zeug könne er fortan verzichten.
Bernard Boursicot, so das Pariser Gericht 1986, hat weder militärische noch politische, wohl aber "diplomatische" Geheimnisse verraten. Verrat ist Verrat, und Strafe muß sein; vielleicht mußte Boursicot sechs Jahre Gefängnis dafür absitzen, daß er den Ruf des französischen Mannes und speziell des französischen Diplomaten als Spitzen-Connaisseur in Sachen Weiber vor aller Welt der Lächerlichkeit preisgegeben hat.
Shi Peipu wurde ebenfalls zu sechs Jahren Haft verurteilt, obwohl sein Verbrechen vielleicht nur darin bestand, daß er sich von Boursicot das Leben retten ließ. Doch der Ankläger vertrat eine ganz andere These, nämlich: Shi habe sich vom ersten Tag an als Lock-Paradiesvogel der heimtückischen Chinesen an Boursicot herangemacht, und auch das Baby sei dann vom Geheimdienst beschafft worden, um den Franzosen zurück in die Peking-Falle zu lotsen.
Dagegen wäre wohl einzuwenden, daß ein solches Komplott arg aufwendig scheint, wo das Opfer bloß eine subalterne Bürokraft ist, und arg ungewiß. Es wäre auch zu bedenken, daß ein Geheimdienst, der bei Sinnen ist, diesen Auftrag wohl einer hübschen, handfesten Agentin gäbe und nicht einem Sensibelchen, das als Opern-Transvestit berühmt ist. Dennoch, auch die Anklage-These hat ihre Reize, und mit ihr läßt sich diese ganze erotisch-konspirative Ost-West-Phantasmagorie noch einmal erzählen, und völlig anders.
Auf diese Weise, also als Geschichte einer männlichen Mata Hari des Ostens, die den weißen Mann in ihre Garne zieht, erzählt der Amerikaner David Henry Hwang den Fall in seinem Theaterstück "M. Butterfly". Hwangs Stück handelt von erotischen Machtphantasien, es handelt von einem westlichen Kolonialherrlichkeitsmythos, vom Wahn der militärisch-männlichen Stärke der weißen Herrenrasse, die ihre dicken Kanonen auffährt vor einem Asien, das weich und unterwürfig daliegt, wie eine Frau, und sich insgeheim danach sehnt, mit Gewalt genommen zu werden.
Seine vollkommenste Form hat dieser Mythos (nach einem Broadway-Hit von 1900) in Puccinis Oper "Madame Butterfly" gefunden: Die rührende kleine Geisha ist die Idealverkörperung des weiblichen Asien, denn sie liebt den imperialistischen Dreckskerl, der sie nur mißhandelt, mit inbrünstiger, abgöttischer Hingabe, treu bis in den Opfertod. Ein letztes Mal (und auch das ist Hwangs Stück wichtig) spukte dieser westliche Männermachtwahn durch den Vietnamkrieg, durch die Hirne der Bomberstrategen und die Puffs von Saigon.
David Henry Hwang hat sich durch einen Zeitungsbericht über den Pariser Prozeß anregen lassen und nicht weiter nach Details geforscht, denn er wollte eigene Phantasie-Wege gehen. So hat er, für seine Zwecke, die chinesische Operndiva etwas herabgestuft zu einem Jungstar, und er hat den Franzosen in der diplomatischen Hierarchie soweit aufgewertet, daß er ein lohnendes Ziel abgibt. Der Mann ist um die 40, ein frustrierter Bürokrat, der aus Karrieregründen eine Frau geheiratet hat, die er nicht liebt, und mit der Karriere doch nicht vorankommt. Die einzige Oper, die ihn begeistert, ganz und gar, ist "Madame Butterfly", und nun in Peking entwickelt er die Träumerei, sich auch so einen Schmetterling zu fangen, eine sanfte, mandeläugige Asiatin, die ihm anbetungsvoll "aus der Hand frißt".
Dieser Traum macht ihn anfällig für die Koketterie der kleinen Opernsängerin. Halb lockend, halb sich entziehend umschmeichelt sie ihn, und als es soweit ist, daß er sich an dem Machowahn berauschen kann, der Schmetterling, den er aufgespießt hat, winde sich nun wehrlos an der Nadelspitze, hängt er längst selber am Haken: Zwischen asiatisch zierlichen Zärtlichkeiten läßt er sich von seiner Butterfly entlocken, was man so in der Botschaft über die amerikanischen Pläne in Vietnam hört.
Hwang ist erfinderisch in den Drehungen dieses erotischen Täuschungs- und Selbsttäuschungsspiels, und als sich dann auch noch ein Baby ankündigt (ganz wie in "Madame Butterfly"), ist der Franzose, der doch eigentlich nur seinen Männerwunsch nach einer Sklavin befriedigen wollte, restlos und rettungslos verliebt.
David Henry Hwang, 32, ist in einem reichen Haus in Kalifornien auf die Welt gekommen. Seine Eltern, die noch in chinesischer Umgebung herangewachsen waren, gaben sich nun als gut christliche, gut patriotische Amerikaner, in deren Haus nicht chinesisch gesprochen werden durfte, und so ist der Sohn geprägt von dieser chinesisch-amerikanischen Kultur-Kollision. Er hatte als Autor früh Erfolg, bei einem begrenzten Publikum, denn fast alle seine Stücke - eine Ausnahme ist das Libretto für die Multi-Media-Oper "1000 Airplanes on * Fritz Schediwy und Maverick Quek. the Roof" von Philip Glass - behandeln amerikanisch-asiatische Themen. Hwangs Arbeitspartner bei den ersten Stücken, wechselnd als Darsteller, Regisseur, Choreograph oder Komponist, war John Lone, der dann als Bertoluccis "Letzter Kaiser" zu Weltruhm kam.
Mit "M. Butterfly" ist Hwang der Sprung ins große Showgeschäft gelungen. Das intelligente, auch ungeniert theatereffektvolle Geflecht aus Anekdoten, Rückblenden, Träumen, Pekingopern-Tricks und Puccini zeigt ihn begabt-gelehrig auf den Spuren des britischen Theaterhit-Schreibers Peter Shaffer ("Equus", "Amadeus"). Kein Zufall also, daß sich der Shaffer-Regisseur John Dexter der Sache annahm: Durch ihn ist "M. Butterfly" am New Yorker Broadway und im Londoner West End zum Ereignis geworden.
Auch Hwangs Stück kann keinen vernünftigen Grund dafür beibringen, daß der Geheimdienst keine Frau, sondern einen Transvestiten als liebesbereite Spionin einsetzt. Doch es paßt sinnfällig in Hwangs Konzept, das in der erotischen Umkehrung die Umkehrung des Kolonialherrenmythos will, den Triumph Asiens. Am Ende muß der genarrte, gefoppte, geleimte Franzose erkennen, daß er in diesem Spiel die Madame Butterfly war. "Der Mann, den ich liebte, war ein Schuft", sagt er, wie sie, und dann stirbt er, weiß geschminkt und im weißen Kimono, wie sie mit Puccinis ganzem Pomp. Boursicots realer Selbstmordversuch ist mißlungen, doch ein Theatermythos von großer Liebe und großem Liebesverrat findet erst im Liebestod seine Krönung.
Angela Terzani hat in ihrem Buch "Chinesische Jahre" ein bewegendes Porträt des Künstlers Shi Peipu gezeichnet, den sie 1982 in Peking kennenlernte: einen verwelkten und doch immer noch faszinierenden Jüngling, einen grau und kahl gewordenen, schwer herzleidenden Theaterträumer, den die Kulturrevolution in seinem Innersten gebrochen hatte. Er hüllte sich gerne in fabulierende Mystifikationen und wurde doch immer wieder von Alpträumen eingeholt, von Erinnerungen an die Tage des Terrors, der auch ihn, um zu überleben, zum Verräter gemacht hatte, zumindest zum Verräter an sich selbst und seiner Kunst: Er hatte ohnmächtig mitansehen müssen, wie seine Kollegen den großen Dichter Lao She in den Selbstmord hetzten. Er lebte in Angst, traute dem Comeback nicht, das sich im April 1982 mit der Premiere einer neuen Shi-Oper abzeichnete, und hoffte sehnsüchtig nur noch auf eines: auf eine Ausreise-Erlaubnis nach Frankreich, auf eine neue Freiheit dort.
Diese Hoffnung hat sich erfüllt. Boursicot, inzwischen am Quai d'Orsay tätig, setzt viele Hebel in Bewegung und erscheint 1981 in Peking, um eine Einladung im Rahmen eines Kulturaustauschs zu übergeben: Shi soll in Paris Vorlesungen über die Kunst der Pekingoper halten. Die Bewilligungsprozedur zieht sich quälend hin, dann doch, im Oktober 1982, darf Shi samt "Sohn" davonfliegen in die neue Freiheit.
Zum erstenmal leben die drei, zur Familie vereinigt, in einer gemeinsamen Wohnung in Paris, und Shi, warum auch immer, macht auch jetzt keinen Versuch, die gemeinsame Illusion, daß er eine Frau sei, zu brechen. Er fährt sogar mit in die Provinzstadt Vannes, wo Boursicot seinen Eltern ihren nun fast schon erwachsenen "Enkel" Dudu präsentiert. Die Freiheit währt ein gutes halbes Jahr.
Der Pariser Prozeß (Shi Dudu saß als Zuschauer auf der Tribüne) hat die Frage offengelassen, wann die französische Spionageabwehr dieser phantastischen Chinoiserie auf die Spur kam. Vielleicht nie, und das wäre doch blamabel. Vielleicht handelt es sich nur um eine routinemäßige Überprüfung neu zugezogener Rotchinesen, als man im Juli 1983 an der Pariser Wohnungstür klingelte - Boursicot aber legte sofort ein Geständnis ab. Beide wurden verhaftet, und nun endlich, mit Gewalt, zwang man den Franzosen ("Ich wette meinen Kopf darauf, daß sie eine Frau ist"), Shis Genital genau zu betrachten.
Der herzkranke Shi wurde bald wieder entlassen. Boursicot aber saß fast drei Jahre in Untersuchungshaft, bis die Anklage fertig war, und sie mußte sich so sehr auf sein Geständnis verlassen, daß sein Verteidiger fand, es gebe nicht einmal Beweise dafür, daß der erpresserische Genosse Kang überhaupt ein Geheimagent war. Shi wurde nach einem knappen Jahr im Gefängnis von Präsident Mitterrand begnadigt.
Das Hamburger Schauspielhaus zeigt nun, inszeniert von dem Briten Keith Hack, die deutsche Erstaufführung von "M. Butterfly". Sie hat eher deutsche Zähigkeit als den zarten, blendenden Zauber einer Chinoiserie, doch sie verfügt in Fritz Schediwy und Maverick Quek über zwei Hauptdarsteller, die sich wirkungsvoll behaupten, und sie beweist glorreich, daß Giacomo Puccini noch immer der beste Andrew Lloyd Webber ist: Sein Schmelz und Schmalz reißen die Sache heraus.
Die drei Beteiligten der wirklichen Geschichte, alle drei auch ihre Opfer, leben immer noch in Paris, doch sie gehen einander aus dem Weg. Shi Dudu, inzwischen wohl 24, ist eingetaucht in die Masse der Asiaten, die sich mit wechselnden Jobs durchs Leben schlagen. Shi Peipu, 51, scheu und kaum zugänglich, lebt von Vorlesungen über chinesische Schauspielkunst und schreibt an einem Buch, das vielleicht endlich die Wahrheit über Monsieur Butterfly enthüllt, eine der vielen Wahrheiten, seine.
Bernard Boursicot, 45, abgestrafter Landesverräter, hat wieder die Wohnung bezogen, die er einst mit Shi teilte. "Nein", sagt er am Telefon zögernd und freundlich, "nein, es tut mir sehr leid, aber ich darf keine Fragen beantworten, vorläufig nicht. Mein Anwalt hat es mir untersagt." Es muß ein Schock für ihn gewesen sein, als er nach sechs Jahren Haft erfuhr, daß er inzwischen zum tragikomischen Helden eines Broadway-Hits avanciert war. Das Stück sei "ganz falsch", sagt er dann doch am Telefon, und da wird David Henry Hwang kaum widersprechen.
Deshalb ist nun der Anwalt am Zug. Boursicot wird ein Drama, um dessen Filmrechte sich die großen Hollywood-Companies raufen, kaum korrigieren oder verbieten können. Sein Wunsch ist wohl bescheidener: Wenn da nun andere Leute mit dem Glück seines Lebens, dem Unglück seines Lebens so einen Haufen Geld machen - warum soll er armer Hund nicht ein Stückchen davon abkriegen? Es sei ihm gegönnt, und auch Shi Peipu. f

DER SPIEGEL 5/1990
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