02.07.1990

Imi Knoebels guter Stern

Vor 15 Jahren hat er schon einmal den Sternenhimmel zum Ausstellungsthema gemacht und auf seinen Zeichnungen die astronomische Wirklichkeit sacht verfremdet. Nun läßt Wolfgang ("Imi") Knoebel, Beuys-Schüler und Malewitsch-Bewunderer, eine anerkannte Größe der internationalen Kunstwelt, einen eigenen Himmelskörper zu guten Zwecken leuchten. "Kinderstern" heißt ein von ihm entworfener Ansteck-Schmuck aus Silber und rotem Email, der in unlimitierter Auflage durch Künstler-Ehefrau Carmen Knoebel sowie Knoebel-verbundene Galerien für 50 Mark pro Stück vertrieben wird; jeweils 30 Mark kommen krebskranken Kindern zugute. Der Zierat hat eine Vorgeschichte: Knoebel erfand seinen Stern ursprünglich für eine Grafikmappe und führte ihn danach in zwölf Exemplaren als gezacktes Bildobjekt aus, beides schon zum gleichen wohltätigen Zweck. Wie nebenbei entsprang dem Motiv eine Folge sternähnlicher Knoebel-Tafeln - "Canapes" genannte Häppchen, die zu Preisen um 70 000 Mark auch dem regulären Kunstmarkt schmecken.

DER SPIEGEL 27/1990
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