09.07.1990

KRITIKErich Schulze

77, bis Ende vergangenen Jahres unumschränkter Herrscher über die Musik-Inkasso-Organisation Gema, muß zum Ende seiner Amtszeit heftige Kritik einstecken. Als der Professor h. c. am Mittwoch vergangener Woche bei der Gema-Hauptversammlung in München seinen letzten Rechenschaftsbericht vortrug, mußte er zugeben, daß er am Aufsichtsrat vorbei einen ominösen Deal mit einem kleinen US-Verlag eingefädelt hatte. Schulze hatte dem Verlag einen zinslosen Kredit von zehn Millionen Mark eingeräumt, um die Amerikaner als Gema-Mitglied zu gewinnen. Als dann auch noch herauskam, daß der US-Verlag den beiden im Gema-Aufsichtsrat vertretenen Berliner Verlegern Andreas und Rolf Budde gehört, kam es zu tumultartigen Szenen. Am Ende wurde dem scheidenden Gema-Chef für diesen Deal die Entlastung verweigert.

DER SPIEGEL 28/1990
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 28/1990
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

KRITIK:
Erich Schulze

  • Neue iPhones im Test: "iPhone 11 ist ein No-Brainer"
  • Trumps Ex-Pressesprecher: Sean Spicer ist Tanzshow-Star. Period.
  • Surfvideo aus China: Ritt auf der Gezeitenwelle
  • E-Zigaretten-Verbote in den USA: Ist das Dampfen zu gefährlich?