12.11.1990

MODERNES LEBENJoghurtbecher gegen Lärm

Leere Joghurtbecher, Spülmittelflaschen, Plastikfolien - rund zwei Millionen Tonnen Kunststoffabfälle wandern jährlich auf die Deponien. Die Firma Lüft im hessischen Budenheim entwickelte deshalb ein Verfahren, mit dem Plastikmüll vor allem zu Lärmschutzwänden, aber auch zu Kompostsilos, Gartenbänken, Verkehrsinseln und Sandkästen verarbeitet wird. So stecken etwa in einer 320 Meter langen und drei Meter hohen Lärmschutzwand rund 100 000 Kilo Kunststoffmüll. Die Plastikteile werden zerkleinert und zu Bauteilen geformt, die nach ihrer Montage bepflanzt werden können. Die Umweltidee findet auch in anderen Branchen Nachahmer: Die Stadtsparkasse München beschloß jetzt, die 185 000 Eurocheque-Karten, die zum Jahresende ungültig werden, zu Parkbänken und Pflanzenkübeln pressen zu lassen.

DER SPIEGEL 46/1990
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