12.11.1990

John Sununu,

51 (Foto), als Stabschef im Weißen Haus wichtigster innenpolitischer Berater des amerikanischen Präsidenten, erhielt ungewöhnliche Schützenhilfe von exklusiver Seite. Der Politiker war in die Kritik geraten wegen der offenkundigen Führungsschwächen von George Bush in Steuer- und Haushaltsfragen. Als gar ein Rücktritt von Sununu diskutiert wurde, griff Präsidenten-Gattin Barbara Bush ein. Sie rief beim amerikanischen Nachrichtenmagazin Newsweek an, um "die unglaublichen Gerüchte" über den Chefberater ihres Ehemanns "aus der Welt zu schaffen". "Ich mag John Sununu sehr, sehr gerne", sagte Frau Bush, "George hält ihn, wie ich, für einen ausgezeichneten Mann." Lang genug, fügte die resolute Dame hinzu, sei sie "auf der Welt, um zu wissen, daß man neben Hochs auch Tiefs hat. Wir machen das, was uns zusagt, und alles wird in Ordnung sein". Sununu blieb.

DER SPIEGEL 46/1990
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