05.03.1984

SED will Redneraustausch

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Die SED will ihre Kontakte zu den Sozialdemokraten ausweiten: In Gesprächen mit SPD-Funktionären haben Abgesandte der ostdeutschen Staatspartei, unter ihnen der Leiter der Westabteilung im Zentralkomitee der SED, Herbert Häber, erkennen lassen, Ost-Berlin sei bereit, zwischen beiden Parteien Referenten auszutauschen. Einen solchen Vorschlag hatte Herbert Wehner bereits Mitte der sechziger Jahre gemacht. Damals hatte die SED abgelehnt, weil sie ideologische Aufweichung in den eigenen Reihen fürchtete. Interesse an besseren Beziehungen zeigte die SED-Führung bereits vor Jahresfrist. Damals lud sie den SPD-Chef Willy Brandt zur internationalen Marx-Konferenz nach Ost-Berlin. Doch Brandt sagte ab. Inzwischen hat sich das Klima entspannt: Mitglieder der SPD-Grundwertekommission besuchten kürzlich die Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED und debattierten mit den Einheitssozis über Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik.

DER SPIEGEL 10/1984
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