05.03.1984

Achternbusch nach Bonn?

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Nachdem der Minister "Das Gespenst" gesehen hatte, ward ihm übel, und er verlangte einen Schnaps. Die Wende in der deutschen Filmpolitik war da, "Gespenst"-Regisseur Herbert Achternbusch spürte die Folgen - der Übelnehmer Friedrich Zimmermann strich ihm Fördergelder. Nun könnten die beiden Bayern doch an einen Tisch kommen. Vergangene Woche nominierten Bonns Grüne den Regisseur als ihren Vertreter für einen Ausschuß, dem der Innenminister Zimmermann vorsitzt - für das Auswahlgremium, das über Filmförderung entscheidet. Zimmermann freut sich über die grüne "Gemeinheit". Denn: "Als Mitglied des Auswahlgremiums ist Achternbusch von jeder Förderung ausgeschlossen." Achternbusch freut sich auch: "Wir haben einen Minister, der die oberste Inkompetenz in Sachen Film vertritt; er muß ein paar Fachleute unter sich haben."

DER SPIEGEL 10/1984
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