05.03.1984

Im Bier weniger Nitrosamine

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"Entwarnung für das Bier", meldete letzten Monat die "Münchner Medizinische Wochenschrift": Nachdem die meisten Brauereien ihre Mälz-Verfahren umgestellt haben, enthält das Lieblingsgetränk der Deutschen erheblich weniger Nitrosamine als noch vor fünf Jahren. Damals hatten Forscher des Deutschen Krebsinstituts in Heidelberg die Biertrinker schockiert: In 70 von 158 Bier-Proben hatten sich Spuren der Eiweiß-Stickstoff-Verbindung gefunden, die sich im Tierversuch als krebsauslösend erwies. Der damals gemessene Gehalt an Nitrosaminen - im Durchschnitt 1,3 millionstel Gramm je Liter Bier, vergleichbar der Nitrosamin-Menge in der täglichen Atemluft - konnte durch Änderung der Trockenverfahren bei der Malzherstellung noch reduziert werden.

DER SPIEGEL 10/1984
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