05.03.1984

LEBENSLÄNGLICHIrmgard Swinka

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Irmgard Swinka, 71, wegen vierfachen Mordes, Totschlags sowie zehnmaligen Mordversuchs am 7. Mai 1949 zum Tode verurteilte Berliner Serviererin, deren Strafe tags darauf in "lebenslänglich" umgewandelt worden war (der Parlamentarische Rat hatte gerade die Todesstrafe abgeschafft), muß weiter in Haft bleiben. Mehrfach hatte die Strafgefangene Gnadengesuche eingereicht, immer ohne Erfolg. Im Sommer vergangenen Jahres verwarf die Strafvollzugskammer des Krefelder Landgerichts ihren Antrag auf vorzeitige Entlassung. Jetzt hat das Oberlandesgericht den Spruch bestätigt. Es bestünden "nicht nur theoretische Zweifel", Irmgard Swinka könnte nach 35 Jahren Gefängnis in Freiheit noch einmal straffällig werden - obgleich sie sich bei zahlreichen Hafturlauben nichts hatte zuschulden kommen lassen.

DER SPIEGEL 10/1984
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LEBENSLÄNGLICH:
Irmgard Swinka

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