12.03.1984

„Blut mischt sich mit Wasser“

SPIEGEL-Report über Rupert Murdoch, den größten Pressezaren der Welt Der australische Verleger Rupert Murdoch begründete mit rüden Methoden das größte Presse-Imperium der westlichen Welt. Jetzt greift er nach dem amerikanischen Unterhaltungs-Konzern Warner - einem Giganten, der ihm zur Weltherrschaft über einen zukunftsträchtigen Markt verhelfen könnte: Satelliten-Fernsehen. *
Rupert Murdoch, Student an der englischen Elite-Universität Oxford, galt vor über 30 Jahren noch als "roter Rupert". Der Sohn des Melbourner Verlagsdirektors Sir Keith Murdoch vertrat linke Ideen, hatte in seinem Zimmer eine Lenin-Büste aufgestellt und bewarb sich um Aufnahme in den Oxford-Klub der Labour-Sozialisten.
Doch das war weitgehend formaler Protest gegen den erzkapitalistischen Vater.
Denn als Zögling der Internatsschule von Geelong Grammar durfte er während der Ferien nicht in der elterlichen Villa wohnen, sondern erhielt eine Gartenhütte zugewiesen. Der junge Mann, im Schulsport flau, sollte abgehärtet werden: Nur so, meinte der Vater, könne er später im harten Pressegeschäft von Australien mithalten.
In England, fernab vom Einfluß des konservativen Familienpatriarchen, blieb Rupert Murdoch seiner progressiven Ideologie auch dann noch treu, als er nach dem Studium des Gemeinschaftsfachs Philosophie, Politik und Wirtschaft Volontär beim Londoner "News Chronicle" wurde. "Ich hielt ihn für einen vergnüglichen, hellen Kopf", erinnert sich Murdochs damaliger Chef, "er schien mir geeignet, der Hinterwäldler-Presse in Australien einen liberalen Touch zu geben."
Das Gegenteil geschah. Als der 22 Jahre alte Rupert 1952 nach dem Tod seines Vaters heimkehrte, fand er mit dem Provinzblatt "The News" in Adelaide ein sieches, auflagenschwaches Erbe vor. Der Jungverleger krempelte die Zeitung um, senkte ihr Niveau und entließ den ersten Chefredakteur, den ersten in seinem Leben. In wenigen Jahren verzehnfachte sich der Gewinn der "News". Murdoch fing an, Geschmack am Geld und an verlegerischer Macht zu finden; er lenkte seinen Geschäftssinn auf den Rest der Welt.
Der Australier begründete mit rüden Methoden ein Medien-Imperium, zu dem rund 90 Zeitungen, 12 Wochenzeitungen und 5 Magazine in Australien, Neuseeland, Großbritannien und den USA gehören - fast alle rechtslastig, die meisten knallig aufgemacht, taktlos, sensationell und immer atemlos.
Pro Woche speien Murdochs Druckmaschinen über 50 Millionen Exemplare aus; die Jahresauflage seiner Blätter beträgt drei Milliarden. Murdoch, heißt es im jüngsten Geschäftsbericht seiner australischen Zentrale, "verkauft mehr Periodika als jedes andere Pressehaus der westlichen Welt".
Der schwarzhaarige Murdoch hat längst den 1951 gestorbenen US-Pressezaren William Randolph Hearst geschlagen, der es in seinen besten Zeiten auf 28 Zeitungen und 13 Zeitschriften brachte. Auch englische Presse-Magnaten wie Lord Beaverbrook ("Daily Express") oder Lord Northcliffe, Besitzer der unter ihm glorreichen "Times", brachten nichts Ähnliches zuwege. Axel Springers Verlag bringt es nur auf fünf Tageszeitungen. Murdoch kontrolliert allein im britischen Königreich mehr als ein Viertel des gesamten Zeitungsmarkts mit einer wöchentlichen Auflage von 32 Millionen Exemplaren. "Dieser Mann", schrieb Conor Cruise O''Brien, Kolumnist der Londoner Nicht-Murdoch-Zeitung "The Observer", "verkörpert die größte Zeitungsmacht, die es je gab."
Murdoch plant und handelt in globalen Maßstäben. Sein Reich endet erst im Weltraum: Als Hintermann so gut wie unbemerkt und von politischer Kontrolle nicht gezügelt, könnte der Australier 1984 zum elektronischen Big Brother von Europa werden - mit einem zunächst fünfstündigen Fernsehprogramm via Satellit, das seit Anfang Februar in englische, norwegische, finnische und schweizerische Kabelfernsehnetze fließt.
Premiere hatten das sogenannte "Sky Channel"-Programm und seine Übertragungstechnik in Wien und in Ludwigshafen, wo es schon seit Januar Bestandteil des Kabelsystems ist. Das in München verlegte Netz wird vom Frühjahr an Murdochs Sendungen verbreiten:
Der Mann, den der "Daily Telegraph" in London schon "auf den Weg zur verlegerischen Weltherrschaft" vorrücken sieht, startete sein Medien-Monopoly gleich nach dem erfolgreichen Umbau der australischen "News".
In der Millionen-Metropole Sydney übernahm er den halbtoten "Daily Mirror". Er bekam ihn praktisch geschenkt, weil sich die anderen australischen Verleger nicht um die verlustbringende Abendzeitung kümmern wollten. Murdoch injizierte seiner Neuerwerbung eine bunte Dosis aus Krawall und Sex und machte sie so zur größten Zeitung in der Stadt. 1964 war genug Geld für die Gründung der Prestigezeitung "The Australian" zusammen, deren Auflage freilich nur langsam stieg.
Murdoch entließ deshalb acht Redaktionschefs nacheinander und erwarb früh den Ruf, ein aggressiver Zeitungskönig wie die legendäre Filmfigur Charles Foster Kane ("Citizen Kane") zu sein, der rastlos durch die Räume seiner Redaktionen fegt, um mit aufgerollten Hemdsärmeln die Schlagzeilen zu texten, Leitartikel umzuschreiben und reihenweise Leute vor die Tür zu setzen.
Der junge Murdoch, so zeigt ein alter Filmausschnitt der BBC, chargierte eine ähnliche Rolle beim "Australian", ergänzt um eine Zigarette schräg im Mundwinkel, grotesker noch als Orson Welles, der in dem Filmklassiker einst den ambitionierten Kane verkörperte.
Für Murdoch war Australien nur ein Sprungbrett.
Ende der 60er Jahre begann er, auch in der Londoner Fleet Street notleidende Zeitungen zu kaufen, um die preiswert angebotenen Blätter rasch und billig zu sanieren - nach australischem Vorbild mit drallem Sex und tumbem Tratsch.
Zunächst erwarb er nur ein Drittel der Besitzanteile an "News of the World", mit 6 Millionen Exemplaren damals eine der größten Sonntagszeitungen der Welt. Murdoch wollte aber völlige Kontrolle. Er schickte bei Versammlungen der Eigner seine Sekretärinnen mit Anteilscheinen vor, um zumindest mit größerer Kopfstärke zu imponieren, und sammelte die Eigentums-Papiere hernach wieder ein. Schließlich kaufte er zusätzliche 25 Prozent von einem Vetter des "News of the World"-Vorsitzenden, Sir William Carr, der trotz Krankheit Chef des Blattes hatte bleiben wollen. Nachdem Murdoch die Mehrheit besaß, blieb Carr nichts anderes übrig, als zurückzutreten.
Wenig später übernahm der australische Novize auf der Fleet Street die "Sun", eine herabgewirtschaftete Boulevard-Gazette. Der Zeitungskonzern International Publishing Corporation rückte das Blatt für nur 250 000 Pfund heraus. Murdoch verschrieb auch der "Sun" das Redaktionsrezept "boobs, more boobs and bums" (Titten, mehr Titten und Hintern) und machte sie zur größten, profitabelsten, aber auch wahnwitzigsten Zeitung Großbritanniens.
Die Leser der "Sun" stammen zum Teil aus der immer größer werdenden Armutsklasse englischer Arbeitsloser. Trotzdem führt die Zeitung eine Dauerkampagne gegen die Gewerkschaften und weckt mit slangdurchsetzten Stories Haßgefühle gegen Ausländer und Minderheiten. Während des Falkland-Kriegs ließ die "Sun" den Hurra-Patriotismus an der Heimatfront aufschäumen und druckte Riesenschlagzeilen wie "Gotcha" (erwischt!), als der argentinische Kreuzer "General Belgrano" versenkt worden war. Ein Interview mit einer Witwe, deren Mann auf den Falklands gefallen und posthum mit der höchsten Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet worden war, hatte die "Sun" frei erfunden.
Die bizarre Mischung verfehlte ihre Wirkung nicht: 1983 betrug die Durchschnittsauflage der "Sun" 4,17 Millionen, wobei ein Gewinn von 88 Millionen Mark in Murdochs Kasse floß.
Im texanischen San Antonio kaufte er Anfang der siebziger Jahre zwei auflageschwache Zeitungen, die wochenlang mit Horrormeldungen über "Mörderbienen" hochgepäppelt wurden.
Für damals 75,6 Millionen Mark hatte Murdoch schon 1976 die "New York Post" übernommen, deren Besitzerin Dorothy Schiff ein durchaus faires, liberales Blatt geführt hatte. Murdoch aber machte aus der Mittagszeitung einen
Rummelplatz nach Fleet-Street-Muster und füllte ihn mit Mord, Totschlag, Sex und schriller Politik. Doch das Rezept schlug nicht an: Neben Schlagzeilen wie "Körper ohne Kopf in Oben-ohne-Bar" wollten New Yorks Großkaufhäuser keine Anzeigen placieren.
"Rupert", sagte ein Manager des Luxus-Warenhauses Bloomingdale zu dem Australier, "deine Leser sind bei uns die Ladendiebe." Die "Post" macht Verluste, Murdoch jedoch kein Defizit. Stolz verweist er darauf, den legendären Verleger der "New York Times", Adolph S. Ochs, widerlegt zu haben. Ochs hatte behauptet, ein Verleger könne nicht mehr als eine Zeitung managen. Murdoch dagegen: "Ich habe es geschafft, wenn auch mit ganz schön harten, manchmal auch besoffenen Methoden."
Im konservativen angloamerikanischen Establishment verlieh sich Murdoch 1981 einen seriösen Anstrich, als er seinem Reich die Londoner "Times" einverleibte, eine britische Institution wie Königshaus und Tower und fast 200 Jahre Englands Schiedsrichter für Politik, Sitte und insulare Kultur. In den Leserbriefen stritten Grafen um die korrekten Schrotpatronen für die Moorhuhn-Jagd.
Murdoch erwarb die Zeitungsperle für 48 Millionen Mark von dem kanadischen Presselord Thomson of Fleet. Das Risiko, das durch Drucker- und Setzerstreiks zermürbte Blatt zu halten, schien ihm tragbar, denn: "Wir zahlten nur die Hälfte des als Sachvermögen ausgewiesenen Werts", so belehrte er seine Vertrauten, "wir können also jederzeit Schluß machen und haben finanziell trotzdem die Nase vorn."
Murdoch drohte alsbald, die "Times" einfach zu schließen, wenn Verlag und Technik nicht rationalisiert würden. Die sieben Gewerkschaften des Hauses gaben nach und stimmten der Kündigung von 430 Arbeitern und Angestellten zu.
Das würdige Blatt änderte sich: Murdoch ließ Nichtpolitisches nach vorn ziehen, wobei eine Titelseite den Vogel abschoß, auf der ein Jet-Passagier berichtete, wie während seines Flugs ein Riß in einer Tragfläche entstand. Ergänzt wurde die Horrorschilderung durch Meldungen von einer Motorrad-Gang und einem Hunderudel. Die Hunde hatten ein Baby überfallen und getötet, die Motorradschläger Polizisten attackiert und schwer verletzt. Eine Flut von Photos, die eine strahlende Prinzessin Diana zeigten, rundete das neue "Times"-Bild ab. Das Millionenheer der Arbeitslosen verschwand dagegen wie durch eine Falltür aus dem Morgenblatt.
Wie die "Sun", bekannte sich die Murdoch-"Times" vor der Parlamentsneuwahl im Juni letzten Jahres zu Regierungschefin Thatcher und der Tory-Partei. Inzwischen sind Murdoch beide nicht mehr radikal genug. "Frau Thatcher", tönte Murdoch, "ist von Sinnen. Sie hört nicht mehr auf ihre Freunde."
Mit immer aggressiverem Ton fordern "Times"-Leitartikel Steuererleichterungen auf Kosten des Sozialetats. Die Premierministerin wird zu "radikalem Denken" aufgefordert.
Umverteilung zugunsten der Oberschicht war das unausgesprochene Leitmotiv eines Kommentars, dessen Wut - vor Murdoch undenkbar - Königin Elizabeth II. galt. Den Anlaß gab die Queen mit ihrer Neujahrsansprache, in der sie für mehr sozialen Ausgleich eingetreten war. "Wenn den Gleichmachern wirklich daran gelegen ist, den Armen zu helfen", donnerte die "Times" zurück, "würden sie nicht für einen Transfer von den Reichen zu den Armen, sondern für die Freiheit des Marktes eintreten."
Die Murdoch-"Times" hofft, die neue Mittelklasse erfolgreicher Immobilienmakler, _(Gründungen der News Corporation Ltd., in ) _(Klammern Gründungsjahr ) _(Gründungen der News Corporation Ltd., in ) _(Klammern Gründungsjahr ) _(Gründungen der News Corporation Ltd., in ) _(Klammern Gründungsjahr ) _(Gründungen der News Corporation Ltd., in ) _(Klammern Gründungsjahr ) _(Gründungen der News Corporation Ltd., in ) _(Klammern Gründungsjahr )
Manager und Freiberufler anzusprechen. Dem alten britischen Establishment vornehmer Konservativer mit sensiblem Sozialgewissen begegnet der "Times"-Gebieter mit Verachtung. Murdoch wirft ihm "snobistische Verachtung des Geschäftslebens" und fehlenden Kommerzialismus vor. "Diese Leute haben geholfen", brauste er vor Werbeleuten auf, "das Wort Profit zu einem schmutzigen Begriff zu machen."
Murdochs Abneigung gegen den vornehmen alten Stamm der "Times"-Leser mag aus seinen Studentenerfahrungen in Oxford herrühren: Die dort eingeschriebenen Söhne britischer Gutsbesitzer, Richter und Beamten sollen ihn von oben herab behandelt haben.
Er zahlte es ihnen heim, indem er im Kampf um höhere Auflagen peinliche Affären des Establishments neu auflegte. Als seine "News of the World" die Memoiren des Playgirls Christine Keeler abdruckte, derentwegen Verteidigungsminister John Profumo einst zurücktreten mußte, wurden Murdoch und dessen Ehefrau Anna in London geschnitten.
1974 schließlich packten die gesellschaftlich gemiedenen Murdochs ihre Koffer. Das Familienoberhaupt behielt zwar seine Stadthauswohnung im Londoner Diplomatenviertel von Belgravia, verlegte seinen Hauptwohnsitz indessen nach New York. Dort versprach sich Murdoch mehr geschäftliche Bewegungsfreiheit.
In New York kaufte er die Szene-Zeitschrift "The Village Voice" und das trendfördernde Magazin "New York" hinzu - die einzigen Zeitschriften in seinem Reich, die er bis heute in Ruhe läßt, um ihre liberalen Leser nicht davonzujagen.
Ansonsten aber kannte er das Verleger-Prinzip der unabhängigen Redaktionen nur vom Hörensagen: "Ich bin nicht bloß Geschäftsmann", entschuldigt Murdoch seinen Einsatz als Verleger-Journalist, "ich bin so altmodisch, daß ich mich verantwortlich dafür fühle, was in meinen Blättern vor sich geht."
Bei solchem Feuereifer sitzt er auch schon mal Nachrichtenfälschern auf: So behauptete ein gewisser Joe Flynn am Telephon, über den Verbleib des (mutmaßlich ermordeten) US-Gewerkschaftsbosses Jimmy Hoffa Bescheid zu wissen.
Flynn reiste auf Murdochs Kosten nach Las Vegas und Los Angeles. Dem Großverleger kam die Geschichte bald schon "furchtbar teuer" vor. Trotzdem willigte er ein, einen seiner Manager nach Köln zu entsenden, wo Flynn am Ende seiner Hoffa-Suche die Beweisstücke - ein paar alte Schuhe - in einem Schließfach deponiert hatte. Flynn, der das Schuhwerk für sieben Mark in Kalifornien gekauft hatte, kassierte 64 000 Mark.
Mit welchen Methoden der australische Verleger vorgeht, erfuhr auch Harold ("Harry") Evans, den Murdoch 1981 zum neuen Chef der "Times" gemacht hatte. Evans war zuvor 14 Jahre Chefredakteur des Schwesterblattes "Sunday Times" gewesen, das Murdoch von Vorbesitzer Thomson of Fleet mitübernommen hatte.
Die legendäre Fleet-Street-Figur, Sohn eines Lokomotivführers und Autor von fünf Büchern übers Zeitungmachen, schien Murdoch zunächst der rechte Mann, "um auf diesem Friedhof" - gemeint war die alte "Times" - "aufzuräumen". Doch Evans hielt auch die neue "Times" vorsichtig auf Distanz zur damals heißen Murdoch-Favoritin Margaret Thatcher. Er übte verhaltene Kritik am monetaristischen Wirtschaftskurs und erlaubte parteiinternen Kritikern wie Ex-Premierminister Edward Heath, mit Namensbeiträgen gegen die England-Führerin zu schreiben.
Das mißfiel Murdoch, der beim Kauf des "Times"-Pakets schriftlich garantiert hatte, sich nicht in Redaktionsbelange einzuschalten. Das vergaß er schnell: "Ich erteile den Chefredakteuren in der ganzen Welt Anweisungen, warum soll ich das hier in London nicht tun?"
"Intellektueller Unsinn, warum drucken Sie das?" schimpfte Murdoch, als Evans einen Aufsatz des frisch gebackenen Nobelpreisträgers James Tobin, eines Wirtschaftswissenschaftlers an der amerikanischen Yale University, ins Blatt aufnahm. Tobin hatte die antiinflationäre Thatcher-Politik des knappen Geldes und der hingenommenen Massenarbeitslosigkeit "verrückt" genannt.
Schließlich paßte Murdoch auch die außenpolitische "Times"-Linie nicht mehr. Er beschuldigte das Blatt in einem Gespräch mit Evans, "weich" gegenüber der Sowjet-Union zu sein, anstatt einen Wirtschaftskrieg gegen Moskau zu propagieren.
Der Chefredakteur hielt gegen den Kurs des Kalten Krieges und wurde nach nur einem Jahr gefeuert - Margaret Thatcher, so behauptet er heute, habe an seiner Kündigung mitgewirkt.
Zur wahren journalistischen Erniedrigung, die der "Times" unter Murdoch widerfährt, kam es, als der Hamburger "Stern" die "Hitler-Tagebücher" auf den Pressemarkt warf. Persönlich, wie es seine Art ist, verhandelte Murdoch mit den Managern der Illustrierten in Hamburg und New York über Preis und Freigabetermin des Machwerks. Zusammen mit dem renommierten Oxford-Historiker Hugh Trevor-Roper, der als Direktor der "Times Newspapers" Murdochs Redaktionen eigentlich vor dem groben Zugriff des Verlegers schützen sollte, schickte Murdoch auch noch den neuen "Times"-Chefredakteur Charles Cospatrick Douglas-Home nach Zürich, um in einem Bankkeller die "Stern"-Unterlagen einzusehen.
"Ich habe an ihnen gerochen", sprach Douglas-Home hernach im BBC-Fernsehen, "ich bin zwar nur ein unbedeutender Historiker, ich weiß aber, wie alte Dokumente riechen. Die rochen bestimmt."
Daß der Hitler-Wust nach dieser nasalen Prüfung dann doch nicht in der "Times", sondern in der "Sunday Times" erscheinen sollte (Schlagzeile: "Hitlers Charakter in neuem Licht"), erfuhr der unglückliche Frank Giles, damals Chefredakteur der "Sunday Times", zwei Tage vor Druckbeginn. Murdoch stieß sich nicht daran, daß seine Aushängeschilder, genauso wie der "Stern", weltweit blamiert wurden. "Macht euch nichts draus", beruhigte er seine Getreuen, als der Tagebuch-Skandal aufschäumte, "wir sind in der Unterhaltungsbranche." Dann setzte er Giles auf das Altenteil:
Er ernannte ihn zum "Chefredakteur im Ruhestand" ("editor emeritus"), der sein letztes Dienstjahr ruhig und einflußlos
in seinem Redaktionsbüro aussitzen darf. Sein Nachfolger, der erst 34 Jahre alte Andrew Neil, bis dahin Redakteur des Wirtschaftsmagazins "Economist", hatte sich als Mitarbeiter der konservativen Parteizentrale empfohlen. Er brachte die "Sunday Times" sofort auf Murdoch-Kurs, beklagte "intellektuelle Flüchtigkeiten in Teilen des Blattes", löste die erstklassige Recherchen-Abteilung "Insight" auf und führte als Neuerungen Klatsch und Tratsch aus der Video- und Kabelfernseh-Industrie ein.
Neil unterstützte die amerikanische Grenada-Invasion und ließ vor kurzem eine groß aufgemachte Propaganda-Story drucken, in der beschrieben wurde, wie der sowjetische Geheimdienst KGB westliche Redaktionen irreführt.
Der angebliche Beweis bestand aus einem Tonband, auf dem ein kriegerischer Dialog zwischen Ronald Reagan und Frau Thatcher aufgezeichnet war. Gefälscht hatte aber nicht der KGB, sondern die englische Punk-Rockgruppe "Crass", die das Gespräch aus Wort- und Satzfetzen in einem Tonstudio montiert hatte.
Im Londoner Hauptquartier der "News of the World", wo Murdochs 25 Jahre alte Tochter Prudence ("Pru") als Bildbeschafferin arbeitet, mußte im Januar Chefredakteur Derek Jameson den Chefsessel verlassen, nachdem die Auflage um 199 000 auf 4,041 Millionen abgesunken war. Jameson, der immerhin zwei Jahre Redaktionschef war, hatte Barry Askew abgelöst, der nach nur neun Monaten gefeuert worden war. Nun wagt es der 41 Jahre alte Nicholas Lloyd, den Millionendampfer nach den Wünschen Murdochs zu bugsieren. "Die Tüchtigsten überleben", kommentiert Murdoch den redaktionellen Darwinismus, "nur so macht man eine gute Zeitung."
Wer entlassen wurde (redaktioneller Slang: "getippext") oder freiwillig aus den Murdoch-Redaktionen flüchtete, vergißt den Boß so schnell nicht wieder. John Barry, bis zum Auftauchen von Murdoch Allround-Autor der "Sunday Times", verglich ihn mit einem weißen Hai: "Zunächst schwimmt er lächelnd neben einem her. Dann - zack - schnappt er zu. Blut mischt sich mit Wasser, dein Kopf ist weg."
Die Vulgarisierung der Murdoch-Blätter habe den journalistischen Standard "in solche Tiefen gedrückt", daß ihm ein "großer Teil der Weltpresse in die Gosse gefolgt" sei, sorgen sich Pressekritiker in London.
Murdochs Freunde lieben ihren Helden um so mehr. Aus Dank dafür, daß er seine "New York Post" beim Präsidentschaftswahlkampf 1980 hinter Ronald Reagan gestellt hatte, veranstalteten Reagan-Förderer eine Party und überreichten Murdoch eine wertvolle Plakette, signiert vom Präsidenten.
Murdoch revanchierte sich mit einer Druckplatte der "Post", auf der die Schlagzeile "Reagan Country" den Reagan-Sieg im Staat New York bejubelte.
Im Weißen Haus ist er ein willkommener Gast. Am 21. März letzten Jahres erschien er mit dem britischen Krösus Sir James Goldsmith, Besitzer des Pariser "Express", um Reagan seine Aufwartung zu machen.
Am 7. Juli kam Murdoch schon wieder, diesmal in Begleitung des an einer Krücke gehenden Ex-Kavallerieoffiziers und "Times"-Chefs Douglas-Home. Die "Times", einst Anschlagsäule der Nation, verschwieg beide Besuche.
Murdoch hat auch allen Grund, bei den Mächtigen des Westens dankzusagen: Nie ging es seinem Transkontinental-Konzern besser, nie wuchs er rascher als in den Jahren von Reagonomics und Thatcherism in den konservativen Führungsländern.
Nie auch schien es Murdoch mehr Spaß zu bereiten, ein Kapitalist von altem Schrot und Korn zu sein, mit vergoldeten Bilanzen dank rascher Gewinnmitnahme und ungebremster Expansion zu Lande, zu Wasser, in der Luft und nun auch noch im All.
Wieder investierte der Australier Ende letzten Jahres kräftig in die Übernahme neuer Zeitungen. Für 234 Millionen Mark erwarb er die bis dahin liberale "Chicago Sun-Times", Amerikas achtgrößte Zeitung. Über 70 Redakteure und Verlagsmanager gingen freiwillig oder wurden gefeuert.
Sein Plan, Amerika zu "murdochisieren", ziele als nächstes auf die Übernahme der Großstadtzeitungen der Hearst-Gruppe, meint Michael Leapman, Ex-Korrespondent der "Times" in New York. Murdoch fühle sich dazu ermutigt, nachdem er das Hearst-Blatt "Boston Herald" um den Billig-Preis von einer Million Dollar in bar kaufte, auf Boulevard-Format umstellte und in nur einem Jahr die Auflage von 228 000 auf 335 000 Exemplare trieb.
Sein Millionenspiel finanziert der Pressezar unter anderem mit Rohstoffquellen. Als er 50 Prozent der Transportgesellschaft Ansett kaufte, beschaffte er die Mittel durch den Verkauf von Anteilen an Bauxit-Minen in Westaustralien - ein lohnendes Geschäft, da mit dem Engagement auch die Übernahme der Ansett gehörenden Fernsehstation Channel ATV-10 einherging,
Australiens umsatzstärkstem TV-Netz.
Eine gute Botschaft für den Nimmersatt war 1983 auch, daß die dritte Bohrung seiner Ölplattform "Nymphea" in 3100 Meter Tiefe fündig wurde. Sie liegt in der Bass Strait zwischen Tasmanien und Australien, wo Murdoch mit 20 Prozent an der Aufschließung von Offshore-Ölfeldern beteiligt ist. Nach Öl suchen Murdoch-Männer aber auch in den Sandwüsten von Westaustralien, wo dem Tycoon die Konzession für ein 30 000 Quadratkilometer großes Gebiet erteilt wurde. Den Wert seiner weltweiten Besitztümer schätzen Finanz-Experten auf 3,2 Milliarden Mark. Murdoch, behauptet der New Yorker Banker Stanley S. Shuman, Vizepräsident der Murdoch-Hausbank Allen and Company, "hat eine beträchtliche Schuldenkapazität".
Sein australisches Rohstoff-Konglomerat samt Zeitungsstrauß bildet das Konzern-Fundament, das 1983 knapp ein Drittel zum Murdochschen Weltumsatz von 3,51 Milliarden Mark beitrug. Seine englischen Millionen-Blätter meldeten ebenfalls Rekordgewinne, die als rasch reinvestierbare Mittel verwandt werden können, und in den USA fiel 1983 immerhin ein Fünftel des Gesamtgewinns ab.
Mühelos wird Murdoch sein Vermögen demnächst um etwa 200 Millionen Dollar vergrößern: Beim geplanten Verkauf der Nachrichtenagentur Reuter, die zu vier Fünfteln im Besitz der Zeitungsverleger Englands, Australiens und Neuseelands ist, macht Murdoch den besten Schnitt.
Der Pressezar ist auf dem Papier zwar nicht Alleinherrscher über die Konzernzentrale, an der seiner australischen Familien-Holding namens Cruden Investments nur 46 Prozent der Anteile gehört. Da die restlichen Teilhaber aber nicht mehr als ein Prozent der Aktien besitzen dürfen, kann der Größte schalten und walten wie er will.
Wie ein Pharao der Medien-Epoche nennt Murdoch diese Konstruktion "Anhäufung von Macht in Form einer Pyramide". Über ihr schwebt bald neuestes Spielzeug: Er hatte zunächst vor, über den tiefschwarz lackierten US-Riesensatelliten SBS-3 in ganz Amerika fünf Programmkanäle zu füllen, vollgestopft mit Werbespots, die nach erster Kalkulation monatlich 120 Millionen Mark einbringen sollten.
Doch Murdoch, der damit auf einen Schlag die US-Fernsehgesellschaften CBS, ABC und NBC um zwei Kanäle überflügeln würde, schob den Start seines bisher größten Projekts noch einmal auf: Es fehlt an Sendematerial.
Seit Anfang dieses Jahres führt Murdoch eine der härtesten Fusionsschlachten der US-Wirtschaftsgeschichte: Der einzelgängerische Privatmann, laut Londoner "Daily Mail" "ein verrücktes Känguruh, das von Kontinent zu Kontinent hüpft", will nun auch noch den New Yorker Film- und Mediengiganten Warner Communications in den Beutel stecken, um weltbeherrschend auf dem Satelliten-TV-Markt werden zu können.
Warner (Jahresumsatz: 3,5 Milliarden Dollar) besitzt nicht nur die Filmgesellschaft Warner Brothers - Reagans alte Vertragsfirma -, sondern auch eines der größte Filmarchive der Welt - ein Fundus, dessen Wert für Murdoch gar nicht abzuschätzen ist. Hinzu kommt, daß der Saurier der Unterhaltungsbranche in den USA auch noch 147 Kabelfernsehnetze installiert hat, in die sich das Satellitenfernsehen zunächst einmal einspeisen ließe.
Murdochs Vormarsch gen Hollywood, wo ihm nur noch die Coca-Cola-Tochter Columbia Pictures Widerstand entgegensetzen könnte, begann mit einer Aktien-Intervention in Höhe von etwa 100 Millionen Dollar, die ihn zum größten Einzelaktionär des Warner-Konzerns machte.
Der Einstieg bei Warner fiel Murdoch leicht, da riesige Verluste die Videospiel-Firma und Warner-Tochter Atari im vorigen Jahr gerade auf einen Tiefstand gedrückt hatten. Murdoch aber trieb durch seine Aktien den Kurs derart nach oben, daß er nur Wochen später um etwa 30 Millionen Dollar reicher wurde. "Ich könnte jetzt Kasse machen, habe das aber nicht vor", erzählte Murdoch schweizerischen Bankleuten und Finanziers.
Die Warner-Manager, ihre Kündigung vor Augen, stemmten sich verzweifelt gegen den Australier. Murdoch wiederum verklagte die kapitulationsunwillige Konzern-Spitze Warner und berief sich dabei auf ein US-Gesetz zur Bekämpfung "korrupter und von Schiebern beeinflußter Organisationen", da es in dem Filmkonzern zu "Unregelmäßigkeiten" gekommen sei.
Zugleich schwärmten Murdochs "Post"-Reporter aus, um in der Vergangenheit des Warner-Vorsitzenden Steven J. Ross zu wühlen. "Post"-Reporter Dunleavy, der durch den Fall des Massenmörders David Berkowitz ("Son of Sam") bekannt wurde, erkundigte sich nach dem Schulabschluß von Ross und untersuchte dessen Lebensstil. "Es hilft", kommentierte das New Yorker "Wall Street Journal", "wenn man bei einer Schlammschlacht auch noch eine Zeitung hat". In Hollywood erklärten unterdes Regisseur Steven Spielberg ("E.T.") und Superstar Clint Eastwood, für ein von Murdoch kontrolliertes Filmstudio nicht arbeiten zu wollen.
Murdoch hat solcher Protest noch nie gestört. Er suchte statt dessen neue, noch mächtigere Verbündete. Ende Januar wurde er Vorstandsmitglied bei United Technologies, Amerikas drittgrößtem Rüstungskonzern, der ihn als "Mann der Aktion" und "Aufbauer" begrüßte. Murdoch, sprach der United-Technologies-Vorstand Harry J. Gray, werde helfen, "das globale Profil" des Unternehmens zu "entwickeln".
Das wird der Medien-Koloß mit seinem propagandistischen Apparat gewiß auch tun. "Es wird", so lautet sein Credo, "einen enormen Wettbewerb um die Freizeit des Publikums geben." Alles werde dabei verschmelzen - Nachrichten, Unterhaltung, Elektronisches, Gedrucktes.
Rupert Murdochs schöne neue Welt ist da.
[Grafiktext]
MEDIEN-MULTI MURDOCH THE NEWS CORPORATION LIMTED AUSTRALIEN Tageszeitungen: Jahr des Erwerbs: Auflage: DAILY MIRROR ... 1960 .. 324 168 THE DAILY TELEGRAPH ... 1972 .. 290 831 THE NEWS (1923) ... 174 950 THE AUSTRALIAN (1964) ... 110 843 DAILY SUN ... 1982 ... 105 281 THE NORTHERN TERRITORY NEWS ... 1960 ... 15 498 THE NORTHERN DAILY LEADER ... 1979 ... 12 575 Wochenzeitungen: THE SUNDAY TELEGRAPH ... 1972 .. 640 718 CUMBERLAND NEWSPAPERS (zehn Regional-Ausgaben) .. 1960 .. 579 682 SUNDAY SUN ... 1960 .. 364 890 THE SUNDAY TIMES. 1955 .. 254 771 SUNDAY MAIL(50%). 1955.. 252 381 THE WIMMERA MAIL TIMES (dreimal pro Woche) .. 1956 ... 10 109 Fünf weitere Zeitungen ... 1955-81 17 411 Magazine: NEW IDEA ... 1952 .. 772 000 TV WEEK (50%) ... 1961 .. 770 000 Buchverlage: BAY BOOKS ... 1969 ANGUS & ROBERT-SON PUBLISHERS ... 1981 Fernsehgesellschaften: CHANNEL TEN-10 ... 1979 CHANNEL ATV-10 ... 1979 Filmgesellschaft: ASSOCIATED R & R FILMS (1980; 50%) Schallplattengesellschaft: FESTIVAL RECORDS .. 1963 Druckerei: PROGRESS PRESS ... 1979 Beteiligungen an sechs Zeitungen in Neuseeland Andere Tochtergesellschaften und Beteiligungen, u. a. in den Bereichen Transport (z. B. Ansett Airlines), Erdöl und Erdgas, Hotelgewerbe und Landwirtschaft GROSSBRITANNIEN Tageszeitungen: Jahr des Erwerbs: Auflage: THE SUN ... 1969 ..4 170 909 THE TIMES ... 1981 ... 336 189 Wochenzeitungen: NEWS OF THE WORLD ... 1969..4 074 424 THE SUNDAY TIMES 1981 1 288 448 THE TIMES EDUCATION SUPPLEMENT ... 1981 ... 105 043 THE TIMES LITERARY SUPPLEMENT ... 1981 ... 30 904 THE TIMES HIGHER EDUCATION SUPPL. 1981 ... 15 450 Buchverlage: WM. COLLINS & SONS (41,7%) ... 1981 TIMES BOOKS ... 1981 Fernsehgesellschaft: SATELLITE TELEVISION PLC (68,6%) ... 1983 Druckerei: ERIC BEMROSE ... 1969 Papierfabrik und -vertrieb: CONVOYS GROUP ... 1969 Auflagenzahlen: Ende März oder Ende Juni 1983 USA Tageszeitungen: Jahr des Erwerbs: Auflage: NEW YORK POST ... 1976 .. 961 044 THE BOSTON HERALD 1982 .. 309 697 SAN ANTONIO EXPRESS ... 1973 ... 88 774 THE NEWS ... 1973 ... 75 614 Wochenzeitungen: SUNDAY BOSTON HERALD ... 1982.. 241 837 THE SUNDAY EXPRESS-NEWS ... 1973 ..196 267 HOUSTON COMMUNITY NEWSPAPER (sieben Regionalzeitungen) ... 1979 .. 253 988 Magazine: STAR (1974) ... 3 824 792 NEW YORK ... 1977 .. 422 819 THE VILLAGE VOICE ... 1977 .. 160 929 Fernsehgesellschaften: NEWS GROUP PRODUCTIONS (1981) SKYBAND ... 1983
[GrafiktextEnde]
Gründungen der News Corporation Ltd., in Klammern Gründungsjahr Gründungen der News Corporation Ltd., in Klammern Gründungsjahr Gründungen der News Corporation Ltd., in Klammern Gründungsjahr Gründungen der News Corporation Ltd., in Klammern Gründungsjahr Gründungen der News Corporation Ltd., in Klammern Gründungsjahr

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