27.08.1984

„Kunstraum“-Start nur mit Marini

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Daß große Wanderausstellungen - von Picasso bis Degas, vom "Gesamtkunstwerk" bis zur expressionistischen Skulptur - regelmäßig an der größten Stadt der Bundesrepublik vorübergehen, hat schon manchen Hamburger gefuchst. Ein privater Zusammenschluß namens "Kunstraum Hamburg", für den der Galerist und Künstler-Enkel Hans Barlach als Sprecher auftritt, will da Abhilfe schaffen. Die örtliche Möbelfirma Bornhold, in Kooperation mit dem Versandgeschäft "Artes" auch als Gelegenheitsaussteller von Kunst erfolgreich, steuert vorerst kostenlos ein Schau-Haus von 1200 Quadratmetern Fläche bei; ein Spenderkreis (harter Kern laut Barlach: etwa 15 Leute) finanziert die erste Veranstaltung vor, die am 29. August starten und nur 90 000 Mark kosten soll. Sie ist freilich nicht gleich vom Kaliber jener internationalen Ereignisse, die der "Kunstraum" als Hamburger Desiderate anführt, sondern nur die (zuvor in München und Mannheim gezeigte) Werkschau eines Mannes aus der zweiten Reihe, des italienischen Bildhauers Marino Marini. Die Witwe, die das Unternehmen mit Leihgaben bestückt, hatte sich so sehr gewünscht, Hamburg in die Tournee einzubeziehen.

DER SPIEGEL 35/1984
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