27.08.1984

Spirale für die Prostata

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Beschwerden durch die im Alter häufige Wucherung der Prostata sollen künftig durch eine "urologische Spirale" beseitigt werden: Ein aus Metalldraht gewickeltes Röhrchen, erfunden von Karl M. Fabian, Chef-Urologe am Städtischen Krankenhaus "Hetzelstift" in Neustadt an der Weinstraße, hält den von der vergrößerten Prostatadrüse blockierten Harnleiter offen, der Abfluß des Harns ist nicht mehr behindert. Anders als bei den bislang eingesetzten Dauerkathetern stellen sich keine Blasen- oder Nierenentzündungen ein: Der Spiralkatheter liegt - steril und unsichtbar - nur innerhalb der von der Prostata umgebenen Harnröhre und hat keinen Kontakt nach außen; die Funktion des äußeren Schließmuskels des Harnleiters bleibt erhalten. Bei 45 Patienten hat Fabian die Spirale erfolgreich erprobt; bei sechs Patienten mußte sie wieder entfernt werden. Der Katheter kann von einem geübten Urologen in 15 Minuten eingeführt werden.

DER SPIEGEL 35/1984
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