11.03.1985

Anklage gegen FDP-Scholl

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Gegen den rheinland-pfälzischen FDP-Politiker Hans-Otto Scholl soll nächste Woche beim Landgericht Baden-Baden Anklage wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung erhoben werden. Nach dem Plan der Strafverfolger soll der Prozeß gegen den Freidemokraten noch im Mai stattfinden. Scholl wird beschuldigt, am 28. Dezember 1984 bei einem Raubüberfall auf einen Juwelierladen in Baden-Baden Schmuck im Wert von 2,5 Millionen Mark erbeutet zu haben. Dabei wurden der Sohn des Geschäftsinhabers und dessen Freundin von dem unmaskierten Räuber niedergeschlagen. Die beiden Überfallenen haben Scholl als Täter identifiziert. Zwei Ringe im Wert von 115 000 Mark, die nach Ansicht der Staatsanwaltschaft aus der Beute stammen, wurden in einem von Scholl gemieteten Schweizer Banksafe gefunden. Über den Verbleib der restlichen rund 70 Schmuckstücke gibt es keine Klarheit. Der 51jährige Scholl, Rechtsanwalt in Ludwigshafen, von 1974 bis 1981 Vorsitzender der rheinland-pfälzischen FDP, sitzt seit dem 5. Januar in Untersuchungshaft. Er bestreitet alle Vorwürfe.

DER SPIEGEL 11/1985
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