11.03.1985

Hoechst: Viel Geld, weniger Arbeit

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Daß gute Geschäfte keineswegs die Arbeitslosigkeit lindern, demonstriert jetzt eindrucksvoll die chemische Industrie. Der Frankfurter Chemiekonzern Hoechst meldet zweistellige Zuwachsraten beim Umsatz. Die Gewinne stiegen 1984 um fast 45 Prozent auf 1,33 Milliarden Mark. In nur zwei Jahren wurde damit der Überschuß glatt verdoppelt. Gleichzeitig aber schrumpften die Investitionen, die Zahl der Beschäftigten fiel um fast 400. Hoechst sei "seit Jahren um eine stetige Personalpolitik bemüht, die möglichst wenig das Auf und Ab der Konjunktur mitmacht", erklärt Konzernchef Rolf Sammet. Das gilt nicht für die Dividende: Sie soll "deutlich" angehoben werden.

DER SPIEGEL 11/1985
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