11.03.1985

Aufbau einer „Gen-Bibliothek“

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Mit dem Aufbau einer "Gen-Bibliothek", die eine komplette Sammlung der menschlichen Erbinformationen enthalten soll, haben amerikanische Wissenschaftler in Los Alamos begonnen: Aus Zellkulturen isolierte und durch Klonen vervielfältigte Human-Gene werden in großen Mengen gespeichert und, bei Bedarf, für Forschungszwecke an Hochschul- oder Industrielabors verschickt. Bislang konnten von den insgesamt 50 000 menschlichen Genen erst rund 5000 identifiziert werden; die Funktion der übrigen ist noch unerforscht. Mit Hilfe des Genversandbetriebs soll es Wissenschaftlern in aller Welt demnächst möglich sein, jährlich etwa 1000 weitere Erbinformationen zu entschlüsseln. Praktischen Nutzen von der Dechiffrierarbeit erwarten vor allem die Mediziner: Sie rechnen mit neuen Methoden zur Früherkennung und Behandlung von Erbkrankheiten.

DER SPIEGEL 11/1985
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