11.03.1985

Blick auf kleinste Teilchen

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Ein Elektronenmikroskop, dreimal stärker als das bislang stärkste, will der amerikanische Physiker Albert V. Crewe bis zum Ende dieses Jahres fertiggebaut haben. Das 1,4 Tonnen schwere Gerät soll Materie-Bausteine bis zu einer Größe von 0,5 Angström (ein zwanzigmillionstel Millimeter) sichtbar machen. Das bisher stärkste Elektronenmikroskop, an der University of California in Berkeley, reicht bis 1,6 Angström. Dem in Großbritannien geborenen Physiker Crewe gelangen schon mehrere Ersttaten: 1970 lieferte er erstmals scharfe Photos von einzelnen Atomen, 1982 filmte er, gleichfalls als erster, Atome in Bewegung. Mit seinem neuen Elektronenmikroskop will Crewe "die Interaktion von Atomen mit benachbarten Teilchen" sichtbar machen. "Wichtige Fortschritte", etwa auf dem Gebiet der Elektronik-, Metallurgie- und Keramik-Forschung, könnten sich daraus ergeben. Crewe erhielt für die Entwicklungsarbeit, mit der er vor zwei Jahren begann, eine Million Dollar von der National Science Foundation, dazu Industriespenden: Für eine Millionen Dollar Computer-Ausrüstungen beispielsweise lieferte die Computerfirma IBM.

DER SPIEGEL 11/1985
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