11.03.1985

Hermann Neuberger

Hermann Neuberger, 65, starker Mann des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit kleiner Berlin-Schwäche, hat sich bei der deutschen Bewerbung um die Fußball-Europameisterschaft mit seinem mangelnden Einsatz für die geteilte Stadt nicht nur Ärger mit der Politik in Bonn, sondern auch mit den Grünen von Ginsheim-Gustavsburg eingehandelt. Die forderten, zusammen mit der Landtagsgruppe der Grünen und deren Kreisverband Groß-Gerau, in der vergangenen Woche den DFB-Präsidenten auf, "mindestens ein Spiel der Europameisterschaft in Ginsheim-Gustavsburg auszutragen". Eine "Nichtbeachtung" würde alle Menschen in der südhessischen Region "brüskieren". Gerade Ginsheim-Gustavsburg "mit seiner exponierten geographischen Lage an der Nahtstelle zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz", schrieben die Grünen, "sollte Austragungsort sein, um den alle politischen Grenzen überwindenden Charakter des Fußballsports zu dokumentieren". Tatsächlich erfüllen die zwei Fußballplätze der Industriegemeinde zwei wichtige Auflagen des Fußball-Bundes: Ginsheim-Gustavsburg verfügt nicht nur über einen S-Bahn-Anschluß, sondern auch über zwei Flutlichtanlagen.

DER SPIEGEL 11/1985
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